Schlechtere Noten für Bundesregierung

Ostdeutsche Unternehmen: Frust über Wirtschaftspolitik wächst

Ostdeutsche Unternehmen: Frust über Wirtschaftspolitik wächst
Foto: Wirtschaftsministerium (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Unternehmen im Osten Deutschlands zeigen sich laut einer aktuellen Umfrage unzufriedener mit der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung als ihre westdeutschen Pendants. Insbesondere die Bauwirtschaft und der Einzelhandel bewerten die Politik kritisch. Auch in Kernbereichen wie Finanz- und Industriepolitik gibt es deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung.

Wachsende Unzufriedenheit im Osten

Firmen in Ostdeutschland sind verärgert über die Wirtschaftspolitik der Ampel. Das ergab eine neue Befragung des renommierten Ifo-Instituts. Die durchschnittliche Note für die Regierung fällt im Osten schlechter aus als im Westen.

Drei Prozent mehr Sechsen

Waren es in Westdeutschland noch acht Prozent der Unternehmen, die der Regierung die Note 6 gaben, lag dieser Wert im Osten bei 13 Prozent. Besonders hart ins Gericht gingen dabei Baufirmen und Einzelhändler. Sie vergaben im Schnitt die Noten 4,48 (Bau) und 4,46 (Einzelhandel).

Reformen dringend erwartet

In der Bewertung der einzelnen Politikfelder schnitt die Sozial- und Rentenpolitik mit 4,62 am schlechtesten ab – hier gab es kaum Unterschiede zwischen Ost und West. Deutliche Unterschiede zeigten sich dagegen in der Finanz-, Energie- und Industriepolitik. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass Handlungsbedarf auf zahlreichen Politikfeldern besteht und Reformen dringend umgesetzt werden müssen, so die Einschätzung des Ifo-Instituts.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)