Flasbarth sieht „ermutigendes Zeichen“
Vor der wichtigen Konferenz in Kolumbien über den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas hat Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth ein positives Zwischenfazit gezogen. „In Santa Marta kommt erstmals eine Koalition der Ausstiegs-Macher zusammen“, sagte der SPD-Politiker. Dass diese Gruppe bereits über 60 Länder umfasst, sei ein „ermutigendes Zeichen“. Flasbarth betonte, dass damit „relevante Teile der Weltgemeinschaft bereit“ seien, die Ursachen der derzeitigen Energiekrise anzupacken.
Erneuerbare als „Gegenmittel“
Der Staatssekretär warb eindringlich für den Ausbau erneuerbarer Energien als Alternative zu fossilen Brennstoffen. „Zum Glück gibt es gute Gegenmittel gegen fossile Abhängigkeiten“, erklärte Flasbarth. Dazu zähle der verstärkte Ausbau von Wind- und Solarenergie, Investitionen in Speichertechnologien und die Elektrifizierung von Verkehr und Wärme. „All das treiben wir national und international voran“, so der Politiker.
Diplomatie als Schlüssel
Flasbarth verteidigte die internationale Klima-Diplomatie. Sowohl spezialisierte Konferenzen für „Vorreiterallianzen“ wie die in Santa Marta als auch solche, die einen globalen Konsens vorbereiten, seien wichtig. Nur so ließen sich Verbindlichkeiten auf Weltklimakonferenzen erreichen. Gute Beispiele aus der Praxis und „gute Diplomatie“ zwischen den verschiedenen Interessengruppen seien der Schlüssel zu einstimmigen Ergebnissen.
Fahrplan für Klimakonferenz 2026
Mehr als 60 Regierungen sind der Einladung Kolumbiens und der Niederlande gefolgt. Die Ergebnisse der Konferenz in Santa Marta sollen in den internationalen Fahrplan zur Abkehr von fossilen Energien einfließen. Dieser wird von Brasilien vorbereitet und soll vor der COP31 im November 2026 in Antalya veröffentlicht werden. Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ist ein Kernziel des Pariser Klimaabkommens.
Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein
Deutschland hat sich im Klimaschutzgesetz dazu verpflichtet, bis 2045 klimaneutral zu sein. Laut Bundesumweltministerium bedeutet dies einen weitestgehenden Ausstieg aus fossilen Energien bereits Ende der 2030er Jahre.
