Connemann fordert Pendlerpauschale statt Preisdeckel

Mittelstandschefin warnt vor staatlichen Eingriffen: „Es ist fünf nach zwölf“

Mittelstandschefin warnt vor staatlichen Eingriffen: „Es ist fünf nach zwölf“

Shell-Tankstelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Chefin der Mittelstandsunion (MIT), Gitta Connemann, schlägt Alarm angesichts der hohen Energiepreise. Sie warnt die Ampel-Parteien eindringlich vor staatlichen Eingriffen in den Markt. Stattdessen setzt sie auf eine Erhöhung der Pendlerpauschale und andere Entlastungen für Unternehmen und Bürger.

„Brandbeschleuniger“ Spritkrise

Die deutsche Wirtschaft stagniere seit Jahren, die aktuelle Spritpreis-Krise wirke da wie ein „Brandbeschleuniger“, so Connemann. „Wer einen Flächenbrand verhindern will, muss jetzt handeln.“ Die CDU-Politikerin hält wenig von Schnelschüssen: „Schnellschüsse oder Markteingriffe verpuffen oder rächen sich.“

Konkrete Forderungen an die Regierung

Stattdessen müsse der Fokus auf konkreten Entlastungen liegen. „Hoch mit der Pendlerpauschale und der Mobilitätsprämie für Geringverdiener. Her mit der Direktauszahlung“, fordert Connemann. Auch eine Senkung der Energiesteuer auf Lkw- und Gewerbediesel sei dringend nötig.

Unterstützung für Reiche, Konflikt mit SPD

Mit ihren Forderungen unterstützt Connemann den Kurs von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die sich ebenfalls gegen staatliche Preisdeckel und Übergewinnsteuern aussprach. Reiche hatte die SPD dafür scharf kritisiert, was zu einem ungewöhnlichen Tadel durch Kanzler Friedrich Merz führte.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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