Prämie bis 2027 verlängert

Mehr Geld für Arbeitnehmer: Bundesregierung weitet Entlastungsprämie aus

Mehr Geld für Arbeitnehmer: Bundesregierung weitet Entlastungsprämie aus

Tankstelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Besseres Signal für Beschäftigte: Die schwarz-rote Koalition hat sich auf eine deutliche Ausweitung der Entlastungsprämie für Arbeitnehmer geeinigt. Ursprünglich nur für dieses Jahr gedacht, sollen die 1.000 Euro nun bis Mitte 2027 zahlbar sein. Die höhere Beteiligung von Unternehmen erfordert nun eine frühere Gegenfinanzierung durch höhere Tabaksteuern.

Regierung plant mehr Geld für Angestellte

Die Bundesregierung will die sogenannte Entlastungsprämie deutlich ausweiten. Ursprünglich war geplant, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern im Jahr 2026 einmalig 1.000 Euro steuer- und abgabenfrei zahlen können. Diese Option soll nun bis zum 30. Juni 2027 verlängert werden.

Mehr Kosten, mehr Beteiligung

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) rechnet durch die Verlängerung mit einem zusätzlichen Entlastungsvolumen von 2,8 Milliarden Euro, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Dies geht aus einem Entschließungsantrag hervor, der noch im Bundestag beschlossen werden soll. Die erhöhten Kosten ergeben sich aus der Annahme, dass mehr Unternehmen die Prämie in Anspruch nehmen werden, je länger sie dafür Zeit haben.

Proteststurm führte zu Nachbesserungen

Die ursprüngliche Ankündigung hatte für Aufruhr bei Arbeitgebern gesorgt. Viele Unternehmen, die unter der aktuellen Wirtschaftslage leiden, sahen sich nicht in der Lage, die zusätzlichen Kosten zu tragen. Auch der knappe Zeitrahmen wurde kritisiert. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte daraufhin signalisiert, dass die Prämie ein freiwilliges Angebot bleibt und auch über 2026 hinaus, möglicherweise bis 2027, gezahlt werden könnte. Dieser Kompromiss fand nun final Zustimmung.

Tabaksteuer steigt früher

Zur Finanzierung der steuerlichen Mindereinnahmen plant die Bundesregierung eine vorgezogene Erhöhung der Tabaksteuer. Diese war ursprünglich für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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