Bartsch kritisiert System

Linke fordert Debatte über Verbeamtung

Linke fordert Debatte über Verbeamtung

Dietmar Bartsch (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Angesichts geplanter Gehaltserhöhungen für Bundesbeamte will die Linke eine grundsätzliche Diskussion über das Berufsbeamtentum anstoßen. Dietmar Bartsch sieht einen drohenden Bruch im gesellschaftlichen Zusammenhalt, wenn Geringverdiener weitere Einschnitte befürchten müssen, während Beamte bessergestellt werden.

Sorge vor sozialer Schere

Die geplante Anhebung der Besoldung für Bundesbeamte hat bei der Linken scharfe Kritik ausgelöst. Dietmar Bartsch, haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion, fordert eine grundlegende Debatte über das System der Verbeamtung.

„Die grundsätzliche Frage muss gestellt werden, in welchen Bereichen das Berufsbeamtentum notwendig ist“, sagte Bartsch der „Rheinischen Post“. Er bedauert, dass diese Diskussion unbequem sein könnte.

Unterschiedliche Wahrnehmung von Einschnitten

Für Bartsch steht viel auf dem Spiel. „Es wäre fatal für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, wenn bei heutigen Angestellten, künftigen gesetzlichen Rentnern und Kassenpatienten vor allem über weitere Kürzungen und Einschnitte diskutiert wird, während andere, die bereits heute und auch im Alter vielfach gut abgesichert sind, zusätzliche Verbesserungen erwarten können.“

Karlsruhe als Begründung

Bartsch räumt ein, dass der Bund dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts folgen muss, auch wenn es die Staatskasse stärker belastet. „Wir werden den Gesetzentwurf des Innenministers selbstverständlich sehr sorgfältig prüfen.“ Das Innenministerium begründet die neue Besoldungsstruktur mit den Vorgaben aus Karlsruhe. Das Bundesverfassungsgericht hatte im November entschieden, dass viele Beamte des Landes Berlin über Jahre hinweg zu niedrig bezahlt wurden.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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