Krise in der Labour-Partei
Großbritanniens Labour-Partei steckt weiter in Turbulenzen. Gesundheitsminister Wes Streeting hat am Donnerstag überraschend seinen Rücktritt erklärt. Seine Entscheidung setzt Parteichef Keir Starmer weiter unter Druck, der im Herbst bei den nächsten Parlamentswahlen voraussichtlich gegen die Konservativen antreten wird.
Vertrauensverlust begründet
In einem emotionalen Brief an Starmer, der der dts Nachrichtenagentur vorliegt, begründete Streeting seinen Schritt mit einer gesunkenen Zuversicht in die Führung Starmers. „Es ist nun klar, dass Sie die Labour-Partei nicht in die nächsten Parlamentswahlen führen werden“, schrieb Streeting. Er betonte, dass die Partei eine „Debatte darüber, wie es weitergeht“ brauche, die von „Ideen und Visionen“ geprägt sei, nicht von persönlichen Auseinandersetzungen.
Nachfolge-Spekulationen
Streetings Rücktritt hat umgehend Spekulationen über eine mögliche Kandidatur für den Parteivorsitz angeheizt. Zwar stellte er in seinem Schreiben keinen formellen Antrag, doch die Andeutung ist unüberhörbar. Als weitere Gründe für seinen Rücktritt nannte er die „beispiellosen“ Ergebnisse der Labour-Partei bei den Kommunalwahlen der vergangenen Woche, die schlechten Umfragewerte der Regierung und deren „politische Fehler“.





