Parteichef-Anwärter zieht Konsequenzen nach möglicher Niederlage

Kubicki droht mit Rückzug: „Dann gehe ich aufs politische Altenteil“

Kubicki droht mit Rückzug:  „Dann gehe ich aufs politische Altenteil“

Wolfgang Kubicki (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Wolfgang Kubicki, einer der Bewerber um den FDP-Vorsitz, hat angekündigt, sich im Falle einer Wahlniederlage auf dem Bundesparteitag aus der Politik zurückzuziehen. Er kündigte an, dann "aufs politische Altenteil" zu gehen und sein Glas Wein zu trinken. Sollte er gewählt werden, wünscht er sich eine prominente Rolle für seinen Kontrahenten Henning Höne.

Abschied oder Neuanfang?

Wolfgang Kubicki, ein bekanntes Gesicht der Liberalen, hat für Aufsehen gesorgt. Für den Fall, dass er am Parteitag nicht die nötige Mehrheit für den FDP-Vorsitz bekommt, zieht er einen klaren Schlussstrich. „Dann gehe ich tatsächlich auch mal aufs politisches Altenteil“, sagte Kubicki dem Portal T-Online. Ein klares Signal für einen möglichen Abschied aus der aktiven Politik.

Ehemalige Kontrahenten in neuen Rollen?

Sollte Kubicki das Rennen jedoch machen, hat er bereits eine Vorstellung, wie es mit seinem Gegenkandidaten Henning Höne weitergehen könnte. Er wünscht sich, dass Höne ihm und der Partei als stellvertretender Bundesvorsitzender erhalten bleibt. Eine wichtige Funktion, so Kubicki, gerade wenn Höne eine starke Position aus der Landtagswahl mitbringe.

Klarer Kurs für die Sozialliberalen

Kubicki bekräftigte seine Position als „Sozialliberaler“. Die Schwierigkeit liege darin, dass die „echten“ Sozialdemokraten von früher, wie Willy Brandt oder Helmut Schmidt, nicht mehr existierten. Sein ehrgeiziges Ziel: die FDP zurück auf zweistellige Zustimmungswerte zu führen. „Weniger als zehn Prozent wäre extrem unterambitioniert“, so Kubicki.

Regierungsverantwortung als Option

Eine Beteiligung an einer künftigen Bundesregierung schließt Kubicki nicht aus. Die FDP müsse den Anspruch haben, ihre Ideen auch umzusetzen. Denkbare Partner für eine Koalition sieht er in einer „reformierten Union“ oder einer SPD, die „Fortschritt wagt“ und „wieder Stolz auf das Land“ sei.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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