Reform mit Augenmaß
Die gescholtene Krankenhausreform erfährt eine Kehrtwende. Bund und Länder haben sich am Donnerstag auf wichtige Anpassungen geeinigt. Dies bestätigte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) noch am selben Tag.
Nach Angaben der Ministerin soll die nun vereinbarte Anpassung die Tür für die konkrete Umsetzung vor Ort öffnen. „Es hat sich gelohnt, auch die Länder in den letzten Tagen und Wochen eng in die Abstimmungen einzubinden“, zitiert die „Rheinische Post“ aus einem Statement Warkens.
Qualität trifft Grundversorgung
Das Ergebnis der Verhandlungen beschrieb Warken als einen „mehrheitsfähigen Kompromiss der Koalitionsfraktionen“, der den „notwendigen Transformationsprozess unserer Krankenhauslandschaft einläutet“. Die übergeordneten Ziele der Reform, so Warken, blieben dabei unberührt: Eine stärkere Spezialisierung und Bündelung von Kapazitäten, um die Behandlungsqualität zu erhöhen.
Gleichzeitig betonte die Ministerin die Bedeutung der Sicherstellung einer Grund- und Notfallversorgung, gerade auch in ländlichen Regionen. Eine Forderung, die von vielen Seiten erhoben wurde und nun mit der erzielten Einigung eine Grundlage erhalten hat. Die „ergebnisorientierte Abstimmung aller Beteiligten“ habe dies ermöglicht.
