Union und SPD diskutieren Entlastung für Arbeitgeber

Koalition erwägt Kürzungen bei Lohnfortzahlung

Ein Patient liegt mit einer Infusion auf einer Trage. Archivbild, via dts Nachrichtenagentur.

Die Spitzen von Union und SPD beraten über mögliche Einschnitte bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Gerüchte aus Koalitionskreisen deuten auf eine Reduzierung des bisherigen Sechs-Wochen-Zeitraums hin. Auch die Einführung eines "Karenztages" steht zur Debatte.

Streitpunkt Krankengeld

Die Debatte um die Entlastung von Unternehmen im Krankheitsfall von Mitarbeitern spitzt sich zu. Laut einem Bericht der „Bild“ prüfen die politischen Spitzen von Union und SPD einschneidende Maßnahmen, die Arbeitnehmer direkt betreffen könnten.

Weniger Lohnfortzahlung?

Im Raum steht die Idee, die Dauer der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber von aktuell sechs Wochen zu verkürzen. Das würde bedeuten, dass Kranke schneller auf das oft niedrigere Krankengeld der Kassen angewiesen wären.

Nur noch einmal im Jahr?

Eine weitere diskutierte Variante sieht vor, dass Arbeitgeber nur noch einmal im Kalenderjahr zur Lohnfortzahlung verpflichtet wären. Bei erneuter Krankheit müsste dann unmittelbar die Krankenkasse einspringen.

Karenztage statt Lohn ab Tag eins

Zudem wird die Wiedereinführung eines „Karenztages“ erwogen. Das würde bedeuten, dass der Lohn nicht mehr vom ersten, sondern erst vom zweiten Krankheitstag an gezahlt wird. Dies böte finanzielle Entlastung für Unternehmen, ginge aber zu Lasten der Beschäftigten.

Einigung unter Druck

In Regierungskreisen wird betont, dass letztlich nur eine geeinte Beschlussfassung Bestand haben wird. Beide Koalitionspartner stünden unter Druck, die Kosten im Griff zu behalten, was offensichtlich auch die Krankentage umfassen soll.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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