Kramp-Karrenbauer beharrt auf Kandidatur

Kampfabstimmung bei Adenauer-Stiftung bahnt sich an

Foto: Annegret Kramp-Karrenbauer (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Annegret Kramp-Karrenbauer, die frühere CDU-Vorsitzende und Verteidigungsministerin, hält trotz des Vorschlags von CDU-Parteichef Friedrich Merz für Günter Krings an ihrer Kandidatur für den Vorsitz der Konrad-Adenauer-Stiftung fest. Dies könnte zu einer erstmaligen Kampfabstimmung führen.

Die frühere CDU-Vorsitzende und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bekräftigt ihr Interesse am Vorsitz der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). Dies erfolgte, obwohl CDU-Parteichef Friedrich Merz einen anderen Kandidaten, den Vizevorsitzenden der Unions-Bundestagsfraktion, Günter Krings (CDU), für diese Position ins Spiel gebracht hatte. Kramp-Karrenbauer teilte der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe) mit: „Die Bereitschaft zur Kandidatur besteht unverändert.“

Zuvor hatte Merz in einem formalen Schreiben an Norbert Lammert, den noch amtierenden Vorsitzenden der Stiftung, seine Unterstützung für Krings kundgetan. Die Entscheidung über die Nachfolge Lammerts obliegt den 52 Stiftungsmitgliedern und ist für den 19. Dezember angesetzt. Durch das Festhalten Kramp-Karrenbauers an ihrer Bewerbung ergibt sich eine besondere Situation: Erstmals in der Historie der Konrad-Adenauer-Stiftung könnte eine Kampfabstimmung um den Vorsitz stattfinden.