Frühjahrsprojektion bremst Wachstum – Mehr Spielraum für den Finanzminister

Wirtschaftswunder Ade: Klingbeil darf mehr Schulden machen

Die Schuldenuhr als Symbol für die Staatsverschuldung. (Archivbild)

Trübe Aussichten für die deutsche Wirtschaft: Die Bundesregierung muss ihre Wachstumserwartungen spürbar nach unten schrauben. Diese Konjunkturdelle verschafft Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) überraschend mehr finanziellen Spielraum. Bis 2030 darf der Bund laut „Spiegel“-Bericht 7,3 Milliarden Euro mehr Verbindlichkeiten aufnehmen als bisher geplant.

Konjunkturdelle erlaubt mehr Kredite

Die deutsche Wirtschaft dümpelt weiter vor sich hin. Statt erhofften einem Prozent Wachstum sehen die Prognosen der Bundesregierung für dieses Jahr nur noch ein mageres halbes Prozent vor. Diese Korrektur nach unten hat direkte Auswirkungen auf den Saldo: Wenn die Wirtschaft schwächelt, darf der Staat vorübergehend mehr Schulden aufnehmen.

Mehr Spielraum für Klingbeil

Im Kernhaushalt sind das im kommenden Jahr zusätzliche 3,8 Milliarden Euro. Bis 2030 addiert sich diese Summe auf 7,3 Milliarden Euro. Diese Lockerung ist Teil der sogenannten Frühjahrsprojektion und gibt Finanzminister Klingbeil mehr Flexibilität, trotz der angespannten Haushaltslage.

Schuldenbremse bleibt im Blick

Der Spielraum für die Neuverschuldung durch die Schuldenbremse selbst hat sich ebenfalls leicht erhöht. Aktuell liegt er bei 15,6 Milliarden Euro. Der sogenannte Konjunkturaufschlag für 2027 steigt von 8,5 auf 12,3 Milliarden Euro. Insgesamt dürfen 2027 also rund 27,9 Milliarden Euro an Schulden gemacht werden.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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