Kritik an Klingbeils Steuerplänen

JU-Chef Winkel stellt sich hinter Ministerin Reiche

JU-Chef Winkel stellt sich hinter Ministerin Reiche

Johannes Winkel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Am Koalitionsstreit um die Wirtschaftspolitik mischt sich die Junge Union ein. JU-Bundesvorsitzender Johannes Winkel verteidigt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche nachdrücklich und kritisiert Finanzminister Lars Klingbeils Vorschläge scharf. Mit seiner Forderung nach einer Übergewinnsteuer treibe Klingbeil die Sozialen Marktwirtschaft in den Abgrund, so Winkel.

Rückendeckung für Reiche

Die Junge Union (JU) stellt sich demonstrativ hinter Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). JU-Chef Johannes Winkel wirft Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) eine Gefahr für die Soziale Marktwirtschaft vor. „Katherina Reiche ist die Stimme der Sozialen Marktwirtschaft in der Bundesregierung, sie hat in ihrem Kurs jede Unterstützung verdient“, sagte Winkel der „Bild-Zeitung“ und stärkte Reiche damit ausdrücklich den Rücken.

Unklare Übergewinnsteuer-Pläne

Klingbeils Vorschlag einer Übergewinnsteuer sieht Winkel kritisch. „Lars Klingbeil schlägt eine Übergewinnsteuer vor, ohne zu definieren, was der Unterschied zwischen einem zulässigen Gewinn und einem zu sanktionierenden Übergewinn ist. Für welche Branchen gilt eine Übergewinnsteuer?“, fragt Winkel. Er warnt davor, dass dies durch staatliches Steuergeld auch Überverluste ausgeglichen werden müssten.

„Ordnungspolitisches Harakiri“

Der JU-Vorsitzende bezeichnete Klingbeils Vorstoß als „ordnungspolitisches Harakiri“. Winkel wirft dem Vizekanzler vor, sich öffentliche Kritik durch die Zweckentfremdung des Sondervermögens verdient zu haben – und nicht Reiche.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

Methodik-Hinweis:
insideBW prüft Informationen nach redaktionellen Standards. Wie wir arbeiten? Mehr dazu: Quellen & Methodik .