Mehr Sicherheit durch Technologie aus Israel
Es klingt wie ein Versprechen: Deutschland soll künftig besser vor ballistischen Raketen aus russischer Produktion geschützt sein. Der israelische Rüstungskonzern IAI preist sein Raketenabwehrsystem „Arrow 3“ als effektive Lösung an. „Sie werden in München und Berlin ruhiger schlafen können“, zitiert das „Handelsblatt“ Boaz Levy, den Chef von IAI.
Berlin lässt sich diesen Schutz einiges kosten. 3,6 Milliarden Euro zahlt die Bundesregierung für das hochmoderne System. Offiziell ist „Arrow 3“ bereits Ende 2025 in Deutschland stationiert, die volle Einsatzbereitschaft wird jedoch erst bis 2030 erwartet. Eine bewährte Technologie, denn IAI entwickelt das System seit drei Jahrzehnten gemeinsam mit der US-Industrie. Im vergangenen Sommer profitierte Israel selbst von den Fähigkeiten des Systems im Krieg gegen den Iran und die Huthi-Rebellen im Jemen. Hunderte Mittelstreckenraketen wurden abgefeuert, mehr als 90 Prozent davon konnten laut Levy abgefangen werden.
Erkenntnisse fließen nach Deutschland
Die bei diesen Einsätzen gewonnenen Erkenntnisse sollen nun auch in das deutsche System einfließen. IAI versichert, dass Deutschland stets die neuesten Abwehrfähigkeiten erhalten wird – auch gegen künftige Bedrohungen wie Hyperschallraketen. „Wir sind dem Feind immer zwei Schritte voraus“, so Levy.
Der israelische Staatskonzern sieht in Deutschland einen wichtigen Partner und hofft auf weitere Geschäfte. „Deutschland ist einer der engsten Verbündeten Israels und teilt dieselben Werte und dieselbe Mission, die Zivilbevölkerung in beiden Ländern zu schützen“, betont Levy die gemeinsame Verantwortung.
Während in der Vergangenheit vor allem deutsche Rüstungsexporte nach Israel von Bedeutung waren, dreht sich das Blatt nun. Nach dem Krieg in Gaza hatte die Bundesregierung zeitweise Waffenexporte nach Israel gestoppt. Die Lieferung von „Arrow 3“ markiert einen strategischen Wandel: Die israelische Rüstungsindustrie wird nun selbst zu einem zentralen Pfeiler der deutschen Verteidigung.
