Gespräche laufen
Deutschland verhandelt mit Israel über mögliche Lieferungen von Kerosin und Erdgas. Dies bestätigte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums am Mittwoch in Berlin. Die Gespräche seien Teil einer angedachten „Energiepartnerschaft“ zwischen beiden Ländern.
Konkrete Mengen oder Zeitpläne für mögliche Lieferungen liegen dem Ministerium nach eigenen Angaben bislang nicht vor. Diese müssten von den involvierten Unternehmen direkt verhandelt werden. Man befinde sich aber in „konstruktiven Gesprächen“ mit mehreren Ländern, darunter eben Israel.
Aktuell gibt es laut Ministerium keine physischen Engpässe bei der Kerosinversorgung in Deutschland. Dennoch werde die Situation „sehr aufmerksam“ beobachtet und ein „ständiger Austausch“ mit der Branche gepflegt.
Die Bundesregierung setzt auf eine Diversifizierung der Energiequellen. Sowohl bei Gas als auch bei Ölprodukten sollen die Bezugsquellen verbreitert werden. Die Unternehmen sind dabei gefordert, eigenständig Verträge abzuschließen. Das Ministerium stehe unterstützend zur Seite.
Deutschland bereitet sich vorsorglich auf mögliche Krisen vor, auch angesichts der angespannten geopolitischen Lage, insbesondere im Nahen Osten. Teilweise wurden bereits Rohölprodukte aus staatlichen Reserven freigegeben. Nicht alle angebotenen Mengen konnten abgenommen werden, diese sollen erneut angeboten werden.

