DIW-Studie zeigt Zunahme, vergleicht mit Umweltängsten

Klimasorgen steigen – aber nicht wie in den 80ern

Klimasorgen steigen – aber nicht wie in den 80ern

Trockenes Salatfeld (Archiv), Symbolbild für Umweltschäden.

Die Angst vor den Folgen des Klimawandels hat sich in Deutschland seit 2009 merklich verstärkt. Eine neue Auswertung des DIW Berlin zeigt jedoch, dass die aktuelle Besorgnis trotz des Aufwärtstrends nicht das Ausmaß der Umweltängste in den 1980er-Jahren erreicht. Damals sorgten Themen wie Tschernobyl und Saurer Regen für tiefere Sorgen.

Bewusstsein wächst

Die Sorge der Deutschen angesichts des Klimawandels nimmt zu. Das hat eine Auswertung von Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) des DIW Berlin ergeben. Seit 2013 ist ein stetiger Aufwärtstrend bei den Klimasorgen zu verzeichnen.

Generationenunterschiede

Jüngere Menschen zeigen sich dabei deutlich besorgter als ältere Generationen. Das Bewusstsein für die Problematik wächst jedoch über alle Altersgruppen hinweg. „Das Grundniveau der Sorgen ist in den vergangenen Jahren deutlich höher als zu Beginn der Datenreihe zu Klimasorgen“, erklärt Franziska Holz, stellvertretende Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt beim DIW.

Vergleich mit der Vergangenheit

Verglichen mit den Umweltängsten in den 1980er Jahren, etwa nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl 1986, liegen die aktuellen Sorgen jedoch unter dem damaligen Niveau. „Themen wie Luftverschmutzung und saurer Regen spielten damals eine viel größere Rolle“, so Holz. Die Umweltsorgen erreichten 1987 einen Spitzenwert.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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