Kontrollverlust und Krisenmanagement beanstandet

Grünen-Politiker Audretsch kritisiert Merz und Regierung scharf

Grünen-Politiker Audretsch kritisiert Merz und Regierung scharf

Andreas Audretsch, stellvertretender Vorsitzender der Grünen-Bundestagsfraktion (Archivbild), via dts Nachrichtenagentur

Der stellvertretende Fraktionschef der Grünen im Bundestag, Andreas Audretsch, wirft Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) einenanhaltenden Kontrollverlust vor. Angesichts der anhaltenden Energiekrise und damit verbundenen Preissteigerungen kritisiert Audretsch die mangelnde Entschlossenheit der Regierungsparteien, insbesondere den eskalierenden Streit zwischen Wirtschafts- und Finanzministerium.

Streit eskaliert im Krisengipfel

Die scharfe Kritik von Andreas Audretsch richtet sich direkt an die Spitze der Bundesregierung. „Der Bundeskanzler verliert die Kontrolle, der Streit zwischen Katherina Reiche und Lars Klingbeil eskaliert“, sagte der Grünen-Politiker am Samstag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zuvor hatte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) deutliche Kritik an Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) geübt.

Fehlender Krisenplan

Audretsch bemängelte, dass bundesweit ein klarer Krisenplan fehle. „Statt Chaos bräuchte es jetzt einen klaren Krisenplan des Kanzlers und des Vize-Kanzlers“, forderte er. „Nichts liegt vor. Das ist miserables Krisenmanagement.“ Laut Audretsch scheitern Union und SPD daran, sich auf „naheliegendste Maßnahmen“ zu einigen.

Forderungen der Grünen

Konkret fordert der Grünen-Politiker die Abschöpfung von „Übergewinnen“ der Ölkonzerne. Darüber hinaus müsse die Stromsteuer für alle Verbraucher gesenkt werden. Audretsch plädiert zudem für ein Tempolimit auf Autobahnen und ein 9-Euro-Ticket für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr. „Es muss jetzt gehandelt werden“, betonte er.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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