EU muss sich wappnen
Die NATO sei das militärische Rückgrat Europas, doch die Verlässlichkeit der USA sei nicht mehr garantiert, so Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses. Sie betont, die EU müsse trotz ihrer Andersartigkeit zur NATO militärisch selbstständiger agieren. Gemeinsame Übungen zur Stärkung der europäischen Säule innerhalb der NATO seien daher essenziell.
Naiv, nicht vorzubereiten
Auch Hannah Neumann, außenpolitische Sprecherin der Grünen, hält eine umfassende Vorbereitung für unerlässlich. Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage sei es naiv, sich nicht mit den schlimmsten Szenarien auseinanderzusetzen. Europa müsse diese Fälle nicht nur theoretisch durchspielen, sondern auch militärisch üben, um mögliche Lücken aufzudecken.
Konkrete Bedrohungsszenarien
Neumann verweist auf die angespannte Lage an der Ostflanke, aber auch im Mittelmeerraum und im Hinblick auf den Iran. Sie hält es für denkbar, dass Akteure wie der Iran oder Russland testen, wie die EU reagieren würde, wenn ein Nicht-NATO-Mitglied der EU mit Drohnen angegriffen wird. Darauf müsse Europa vorbereitet sein.
