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Grüne fordern mehr legale Cannabis-Zugänge – Sorge vor neuen Graumärkten

Grüne fordern mehr legale Cannabis-Zugänge – Sorge vor neuen Graumärkten

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Zwei Jahre nach der umstrittenen Cannabis-Legalisierung für Volljährige sehen die Grünen offenbar noch erhebliche Lücken beim Zugang zu medizinischem Cannabis. Die Partei kritisiert, dass über diesen Weg neue Graubereiche entstehen, die den Schwarzmarkt zwar eindämmen, aber nicht gänzlich ersetzen. Gesundheitsexperten mahnen daher Nachbesserungen an.

Medizinalcannabis als Schatten-Schwarzmarkt?

Die Grünen sehen eine bedenkliche Entwicklung im Umgang mit medizinischem Cannabis. Der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Janosch Dahmen, beklagt gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, dass über den Weg des Medizinalcannabis und den Handel durch Apotheken neue Grauzonen entstehen. „Dort, wo der illegale Markt zurückgedrängt wird, entsteht ein neuer Graubereich“, so Dahmen. Er spricht von einer „Lücke im System“.

Wenn Strukturen des Gesundheitswesens offenbar genutzt werden, um Konsum zu organisieren, zeigt das für Dahmen, dass die bisherigen legalen Beschaffungswege noch nicht greifen. „Hier erscheint es mir klug, politisch nachzusteuern“, mahnt der Politiker. Das erklärte Ziel der Grünen bleibe, legale Zugänge zu schaffen, die den Schwarzmarkt ersetzen, „ohne neue Graumärkte zu schaffen“. Gleichzeitig müsse der Schutz junger Menschen konsequent im Vordergrund stehen.

Zwischenbericht positiv überrascht

Dahmen verteidigte die Legalisierung als richtigen Schritt, der mit der alten Illusion aufgeräumt habe, Cannabis per Verbot kontrollieren zu können. Ein kürzlich veröffentlichter wissenschaftlicher Zwischenbericht zur Entwicklung nach der Legalisierung bestärke die grüne Haltung. Dieser zeige, dass der Schwarzmarkt zurückgedrängt werde, ohne dass der Konsum bei jungen Menschen überhaupt explodiere – er gehe dort erfreulicherweise sogar zurück, so der Gesundheitsexperte.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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