Mehr Tempo bei Reformen

Gesamtmetall-Chef fordert Arbeitgeber-Fokus

Gesamtmetall-Chef fordert Arbeitgeber-Fokus
Foto: Archivbild: Symbol für Arbeit und Wirtschaft, via dts Nachrichtenagentur

Die Wirtschaft dämmt die Geduld. Udo Dinglreiter, Präsident von Gesamtmetall, drängt die Bundesregierung zur Einhaltung ihrer Versprechen zur Wochenarbeitszeit. Er spricht sich für mehr Flexibilität ohne die Erhöhung der Arbeitsstunden aus und kritisiert das bisherige Tempo der Koalition. Die Unternehmen und ihre Mitarbeiter befürworten die angestrebte Neuerung.

Mehr Flexibilität statt Mehrarbeit

Der Präsident der Arbeitgeberverbände Gesamtmetall, Udo Dinglreiter, hat die Bundesregierung zu einer raschen Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten Wochenarbeitszeit aufgefordert. „Die Koalition muss die Wochenarbeitszeit einführen – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – und die Vertrauensarbeitszeit ohne Arbeitszeitaufzeichnung absichern. Das wäre für die Unternehmen sicher ein gutes Signal“, sagte Dinglreiter der „Rheinischen Post“.

Dinglreiter betonte, dass es hierbei nicht um eine pauschale Erhöhung der Arbeitszeit gehe. Es sei vielmehr eine Frage der flexibleren Verteilung der Arbeitsstunden, die sowohl von Betrieben als auch von Arbeitnehmern gewünscht werde.

Reformen brauchen Dampf

Mit Blick auf die aktuelle Regierungspolitik, deren Richtung zwar stimme, kritisierte der Gesamtmetall-Präsident das Tempo. Unter der Regierung Merz gehe es ihm zu langsam. „Die Analysen sind gemacht, jetzt muss gehandelt werden“, forderte Dinglreiter, und mahnte, dass „bis zur Sommerpause die wesentlichen Reformen auf den Weg gebracht sein müssen.“