Um 23:30 Uhr bemerkte der Triebfahrzeugführer mehrere Kühe auf den Gleisen der Strecke zwischen Schwäbisch Hall und Gaildorf/West. Trotz einer Schnellbremsung bei etwa 100 km/h und einem Pfiff ließ sich das Überfahren von drei Tieren nicht verhindern. Zwei weitere Kühe liefen davon und konnten nicht mehr gefunden werden.
Durch den Aufprall wurde der Frontbereich des Regionalexpresses beschädigt. Der Zug wurde zum Bahnhof Gaildorf/West geschleust, wo die reisenden Fahrgäste unverletzt aussteigen konnten. Die Deutsche Bahn setzte eine Bergungsmaschine ein, um die drei Kadaver zu entfernen.
Die betroffene Strecke blieb bis zum Mittwoch, 06.05.2026, 06:30 Uhr gesperrt, was zu erheblichen betriebsbedingten Verzögerungen führte. Nach bisherigen Erkenntnissen hatten die Tiere bereits am Mittag von einer etwa 8 Kilometer entfernten Weide aus gebüxt.
Die Bundespolizei hat gegen die 48‑jährige Kuhhalterin aus Deutschland wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.
Nach derzeitigem Stand sind die Ermittlungen laufend. Die Bahnstrecke ist seit 06:30 Uhr wieder befahrbar.

