Ardian erwirbt Windparkprojekte – Größeres Investment in Deutschland angepeilt

Französischer Investor Ardian setzt auf Sachsen: Mehrere Windparks geplant

Französischer Investor Ardian setzt auf Sachsen: Mehrere Windparks geplant

Windräder im Feld, Archivbild. (Symbolbild)

Der französische Vermögensverwalter Ardian baut sein Engagement in Deutschland stark aus. Über seinen Infrastruktur-Fonds ACEEF investiert das Unternehmen jetzt in vier neue Windparkprojekte in Sachsen. Kernstück der Investition sind Grundstücke, Genehmigungen und Verträge. Ardian plant zudem, den deutschen Markt künftig noch stärker in den Fokus seines neuen Buyout-Fonds zu rücken.

Windpark-Offensive in Sachsen

Der französische Investor Ardian investiert kräftig in die erneuerbaren Energien in Deutschland. Über seinen Infrastruktur-Fonds ACEEF beteiligt sich das Unternehmen an vier Windparks in Sachsen. Konkret erwarb der Fonds eine 100-Prozent-Beteiligung an den Projekten, die sich über die Landkreise Zwickau, Mittelsachsen und Nordsachsen erstrecken. Neben den Grundstücken umfasst die Übernahme auch alle notwendigen Genehmigungen und wesentlichen Verträge. Mit dem Bau des ersten der vier Parks soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Insgesamt sollen die Anlagen eine Leistung von 132 Megawatt erreichen.

Deutschland im Fokus

Diese Investition ist nur ein Teil der umfassenden Strategie von Ardian für den deutschen Markt. Der französische Vermögensverwalter blickt mit seinem neuen europäischen Private-Equity-Fonds, für den derzeit Kapital eingesammelt wird, verstärkt auf deutsche Unternehmen. Mit dem Fonds VIII plant Ardian ein Volumen auf dem Niveau des Vorgängerfonds VII (6,5 Milliarden Euro). Ein signifikanter Teil dieses Kapitals soll in Deutschland angelegt werden – mehr als noch bei Fonds VII.

Ambitionierte Pläne

„Das ist unser Ziel, absolut“, erklärte Jan Philipp Schmitz, Vorstandsmitglied und Deutschlandchef von Ardian, gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Zehn bis zwanzig Prozent des Fondsvermögens werden hierzulande als Zielgröße genannt. Allein für Transaktionen sollen im Schnitt 400 bis 500 Millionen Euro Eigenkapital vorgesehen sein, bei einem erwarteten Unternehmenswert, der doppelt so hoch liegt.

Ardian hatte sich in den vergangenen zwei bis drei Jahren bei klassischen Private-Equity-Direktinvestments zurückgehalten, wie Schmitz einräumte. Das Unternehmen war jedoch als Ardian-Gruppe auch in anderen Bereichen wie dem Privatkreditgeschäft sehr aktiv. Der deutsche Markt sei hier „einer der aktivsten für uns“ gewesen.

Langfristige Bindung an Deutschland

Der französische Investor bekräftigt seine strategische Bedeutung des deutschen Marktes. Mit derzeit 80 Mitarbeitern vor Ort sei Deutschland seit 25 Jahren für Ardian „superwichtig“. Das Unternehmen fühlt sich dem Markt verpflichtet und will ihn weiter ausbauen und vergrößern.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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