Fischer: „Trump hat das nicht zu Ende gedacht“
Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) übt scharfe Kritik am militärischen Vorgehen der USA im Iran. Insbesondere bemängelt er das Fehlen einer klaren Strategie für die Zeit nach einem potenziellen Regimewechsel.
„Trump hat das nicht zu Ende gedacht“, sagte Fischer dem „Handelsblatt“. Zwar sei das Ziel der USA ein Regimewechsel im Iran, doch ein Plan für die Nachfolgephase fehle.
Sorge vor „Großkatastrophe“
Fischer, der von 1998 bis 2005 als Außenminister diente, zieht Parallelen zur Entwicklung in Libyen. Ein Abrutschen des Iran in bürgerkriegsähnliche Zustände könnte laut Fischer zu einer „humanitären und machtpolitischen Großkatastrophe“ führen, die sich auf die gesamte Nahostregion ausweiten würde.
Sollte das aktuelle iranische Regime einen militärischen Konflikt überstehen, rechnet Fischer mit einer Stärkung. Dieses könnte seine nuklearen Bestrebungen entsprechend intensivieren.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)



