Bei den 17. Filmtagen Friedrichshafen treffen junge Filmschaffende aus dem deutschsprachigen Raum aufeinander. Höhepunkt des Festivals ist der Wettbewerb um den ZF-Kurzfilmpreis 2026.
Mehr als 300 Kurzfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden für den Wettbewerb eingereicht. Zwölf Filme haben es in die Endauswahl geschafft und werden am Samstag, 14. März 2026, im Kiesel in Friedrichshafen präsentiert.
Die ausgewählten Beiträge zeigen die ganze Bandbreite des Genres – von Animationsfilmen über Kurzdokumentationen bis hin zu rund 30-minütigen Dramen. Am Ende entscheidet eine Fachjury über den Gewinner des ZF-Kurzfilmpreises, während das Publikum zusätzlich einen eigenen Preis vergibt.
Festival für junge Filmschaffende
Die Filmtage Friedrichshafen, die unter dem Titel „Jetzt oder nie“ stattfinden, wurden 2008 von Claudia Engemann gegründet und werden jährlich vom Kulturbüro Friedrichshafen organisiert.
Das mehrtägige Festival richtet sich vor allem an junge Regisseurinnen und Regisseure aus dem deutschsprachigen Raum. Gezeigt werden Kurzfilme und Dokumentarfilme, die in den vergangenen zwei Jahren entstanden sind. Gelegentlich feiern hier auch Filme ihre Deutschlandpremiere.
Alle Vorführungen finden im Kinosaal des Kulturzentrums Kiesel im k42 direkt am Bodenseeufer statt. Der Saal bietet rund 100 Sitzplätze und ermöglicht eine besonders persönliche Atmosphäre.
Typisch für das Festival sind außerdem Publikumsgespräche: Direkt nach vielen Vorführungen diskutieren Regisseurinnen, Produzenten, Schauspieler oder Kameraleute mit den Zuschauerinnen und Zuschauern über ihre Filme.

Die skulpturale Struktur vor dem modernen Glasgebäude K42.
Wettbewerb „Kurz und Gut“
Der Wettbewerb um den ZF-Kurzfilmpreis läuft traditionell unter der Rubrik „Kurz und Gut“. Die ausgewählten Filme werden in mehreren Blöcken gezeigt und anschließend bewertet.
Die ZF Kunststiftung vergibt dabei zwei Preise:
- den ZF-Kurzfilmpreis (15.000 Euro)
- den Publikumspreis (1.000 Euro)
Das Preisgeld des Hauptpreises ist zweckgebunden und soll für die Produktion eines neuen Kurzfilms verwendet werden.
Festivalauftakt mit Kunst und Musik
Eröffnet werden die Filmtage am Donnerstag, 12. März 2026, um 18:30 Uhr mit einer besonderen Performance. Der Künstler Jörg Mandernach, Artist in Residence der ZF Kunststiftung im Jahr 2001, verbindet in einer Liveperformance Kurzfilmprojektionen mit E-Gitarren-Improvisationen.
Mandernach, geboren 1963 in Saarbrücken, studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und war dort auch zeitweise als Professor für Malerei tätig. In seinen Arbeiten verbindet er grafische Kunst mit bewegten Bildern.
Rückkehr eines früheren Preisträgers
Am Freitag, 13. März 2026, steht ein ehemaliger Gewinner im Mittelpunkt: Paul Ploberger, der 2023 mit seiner Komödie „Nackte Männer im Wald“ sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis gewann.
Bei den Filmtagen präsentiert er nun seinen neuen Kurzfilm „One Way Ticket to Tbilisi“ in der finalen Fassung.
Der Film erzählt die Geschichte von Lena, die erfährt, dass ihr Freund Joni bei einer Backpacker-Reise in Georgien ums Leben gekommen ist. Als die Polizei von einem Suizid ausgeht, versucht sie gemeinsam mit Jonis letzter Vertrauten Nana, die letzten Tage seines Lebens zu rekonstruieren.
Nach der Vorführung sprechen Regisseur Paul Ploberger und Produzentin Kathrin Kaisinger mit dem Publikum über die Entstehung des Films.
Kinderprogramm und Festivaltradition
Neben dem Wettbewerb bietet das Festival auch ein Kinderprogramm mit Filmwerkstatt und ausgewählten Kurzfilmen für junge Zuschauer. Die Veranstaltungen finden vormittags statt und richten sich an Kinder ab vier beziehungsweise acht Jahren.
Die Filmtage Friedrichshafen haben sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Plattform für Nachwuchsfilmschaffende entwickelt. Mehrfach konnten Filme, die hier gezeigt wurden, später auch auf internationalen Festivals Aufmerksamkeit gewinnen.
Die 17. Filmtage Friedrichshafen finden vom 12. bis 16. März 2026 statt.


