Mehr Attraktivität für Medikamentenhersteller
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat die jüngste Einigung der EU-Staaten auf das europäische Pharmapaket als bedeutenden Schritt zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Europa gewürdigt. „Die Einigung des Rates der Europäischen Union zum Pharmapaket zeigt die Handlungsfähigkeit Europas in relevanten Fragen unserer Zeit“, erklärte sie gegenüber dem Nachrichtenportal Politico. Damit werde die umfassendste Reform des europäischen Arzneimittelrechts seit 20 Jahren umgesetzt.
Das Paket zielt darauf ab, Forschung, Entwicklung und Produktion von Medikamenten künftig stärker in Europa zu verankern. „Das Paket beinhaltet eine Reihe von Maßnahmen, die den Standort Europa für innovative Forschung, Entwicklung und die Produktion deutlich attraktiver macht“, so Warken. Sie betonte, dass insbesondere bei Antibiotika, der Behandlung seltener Erkrankungen und anderer kritischer Medikamente die Rahmenbedingungen verbessert würden.
Schnellere Wege und weniger Bürokratie
Ein zentraler Punkt der Reform sind verlässlichere Schutzbestimmungen und wirtschaftliche Anreize. Darüber hinaus sollen die Zulassungsverfahren beschleunigt und bürokratische Hürden abgebaut werden. „Ohne schnellere Zulassungsverfahren, spürbar weniger Bürokratie und mehr Digitalisierung werden wir den europäischen Arzneimittelmarkt nicht nachhaltig stärken“, gab die Ministerin zu bedenken. Konkret sollen Zulassungsverfahren um 30 Tage verkürzt werden. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass die EU für Unternehmen der Biotechnologie ein weiterhin hochattraktiver Standort bleibt.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)




