Nouripour fordert mehr Diplomatie

EU muss im Iran-Konflikt aktiver werden

EU muss im Iran-Konflikt aktiver werden

Omid Nouripour (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) hat die Bundesregierung dringend aufgerufen, sich auf dem EU-Gipfel in Zypern für mehr europäische Diplomatie im Iran-Konflikt stark zu machen. Er kritisiert die aktuelle Rolle Europas als reiner Beobachter und fordert proaktive Initiativen, um Einfluss zu gewinnen und gehört zu werden.

Mehr Engagement gefordert

Europa agiere derzeit nur wie ein „Pingpongschiedsrichter“, der zuschaue, wie die Bälle zwischen den Konfliktparteien im Iran hin und her fliegen. Stattdessen müssten die Europäer eigene Vorschläge entwickeln und „eine Flagge aufstellen“, erklärte Nouripour gegenüber RTL und ntv. Dies sei notwendig, „damit es vorangeht“.

Strategischer Plan statt nur Klagen

Der Grünen-Politiker plädiert dafür, dass die EU-Staaten nicht nur über die „schreckliche“ Lage im Iran sprechen, sondern vor allem strategisch über gemeinsame Initiativen nachdenken. Nur so könne sichergestellt werden, „dass wir gehört werden“. Bislang sei das nicht der Fall, bedauert Nouripour.

Vorbild Pakistan und die Macht der Reiseaktivitäten

Als positives Beispiel nennt er die Gesprächsplattform, die Pakistan den Konfliktparteien biete. „Diplomatie ist: Reden, reden, reden, bis man ein Ergebnis erzielt hat“, so Nouripour. Er unterstreicht die Bedeutung von Reisen und direkter Präsenz: Wer nicht vor Ort sei und keine Solidarität zeige, könne auch keine erwarten.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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