Mehr Engagement gefordert
Europa agiere derzeit nur wie ein „Pingpongschiedsrichter“, der zuschaue, wie die Bälle zwischen den Konfliktparteien im Iran hin und her fliegen. Stattdessen müssten die Europäer eigene Vorschläge entwickeln und „eine Flagge aufstellen“, erklärte Nouripour gegenüber RTL und ntv. Dies sei notwendig, „damit es vorangeht“.
Strategischer Plan statt nur Klagen
Der Grünen-Politiker plädiert dafür, dass die EU-Staaten nicht nur über die „schreckliche“ Lage im Iran sprechen, sondern vor allem strategisch über gemeinsame Initiativen nachdenken. Nur so könne sichergestellt werden, „dass wir gehört werden“. Bislang sei das nicht der Fall, bedauert Nouripour.
Vorbild Pakistan und die Macht der Reiseaktivitäten
Als positives Beispiel nennt er die Gesprächsplattform, die Pakistan den Konfliktparteien biete. „Diplomatie ist: Reden, reden, reden, bis man ein Ergebnis erzielt hat“, so Nouripour. Er unterstreicht die Bedeutung von Reisen und direkter Präsenz: Wer nicht vor Ort sei und keine Solidarität zeige, könne auch keine erwarten.