Energiepreise schlagen durch
Im März 2026 lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte um 0,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Doch der Blick auf den kurzfristigen Trend zeigt ein anderes Bild: Gegenüber Februar 2026 kletterten die Preise um kräftige 2,5 Prozent. Das ist der stärkste Anstieg von Monat zu Monat seit August 2022.
Folgen der Konflikte im Nahen Osten
Die Hauptverantwortung für diese Schwankungen tragen laut Statistischem Bundesamt (Destatis) die Energiepreise. Insbesondere die Konflikte im Iran und im Nahen Osten haben sich auf die Preise ausgewirkt. Mineralölerzeugnisse verteuerten sich im Jahresvergleich deutlich. Auch bei vielen anderen Energieprodukten waren im Monatsvergleich starke Preissteigerungen zu beobachten.
Trotz gesunkener Preise für Erdgas und Strom im Vergleich zum März 2025 führten die gestiegenen Mineralölpreise zu einem leichten Rückgang der Energiepreise auf Jahressicht.
Investitionsgüter und Gebrauchsgüter teurer
Während Verbrauchsgüter im Jahresvergleich günstiger wurden, mussten Unternehmen im März 2026 für Investitionsgüter, Gebrauchsgüter und Vorleistungsgüter tiefer in die Tasche greifen. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise stiegen die Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 1,3 Prozent und gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent.
Mineralöl treibt Inflation
Energie insgesamt war im März 2026 zwar 3,2 Prozent billiger als im Vorjahresmonat. Der Sprung gegenüber Februar 2026 um 7,5 Prozent ist jedoch alarmierend. Mineralölprodukte stiegen hier im Jahresvergleich um 18,3 Prozent und im Monatsvergleich sogar um 22,9 Prozent.
Leichtes Heizöl kostete im März 2026 ganze 55,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 53,4 Prozent mehr als im Februar 2026. Kraftstoffe verteuerten sich ebenfalls deutlich.
Erdgaspreis im Blick
Die Börsenpreise für Erdgas zeigten im März 2026 deutliche Ausschläge nach oben, besonders im Monatsvergleich (+57,3 Prozent). Verglichen mit März 2025 stiegen sie um 22,1 Prozent. Diese Entwicklungen schlugen sich aufgrund ihres geringeren Gewichts im Gesamtindex nur geringfügig nieder.
Verbrauchsgüter: Gemischtes Bild
Die Preise für in Deutschland produzierte und verkaufte Verbrauchsgüter sanken im Jahresvergleich um 0,3 Prozent. Gegenüber Februar 2026 gab es hier jedoch ein Plus von 0,6 Prozent. Bei Nahrungsmitteln gab es ein Minus von 1,4 Prozent zum Vorjahr, mit starken Preisrückgängen bei Butter und Schweinefleisch. Rindfleisch und Kaffee verteuerten sich hingegen.
Metalle und Holz legen zu
Vorleistungsgüter waren im März 2026 im Jahresvergleich 1,5 Prozent teurer. Vor allem höhere Metallpreise, insbesondere bei Edelmetallen, sorgten für den Anstieg. Auch Holzpreise zogen deutlich an.

