Preisschock für Verbraucher
An deutschen Tankstellen müssen Autofahrer im März 2026 tiefer in die Tasche greifen. Superbenzin war im Jahresvergleich 17,3 Prozent teurer, Diesel kostete gar 29,7 Prozent mehr. Kraftstoffe insgesamt verteuerten sich um 20 Prozent. Auch beim Heizen macht sich der Anstieg bemerkbar: Leichtes Heizöl war im März 2026 um 44,4 Prozent teurer als im Vorjahr.
2022: Der wahre Preishammer
Die aktuellen Preissteigerungen wirken fast moderat im Vergleich zu den Spitzenwerten nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Im März 2022 explodierten die Preise förmlich. Superbenzin kostete über 41 Prozent mehr, Diesel sogar über 62 Prozent. Heizöl war für Verbraucher damals fast eineinhalb Mal so teuer wie ein Jahr zuvor.
Geteiltes Bild bei Produzenten und Importeuren
Auf höherer Ebene, bei den Erzeuger- und Importpreisen, ist das Bild komplexer. Während die Preise für Mineralölerzeugnisse im März 2026 kräftig anzogen (Erzeugerpreise +18,3%, Importe +48,6%), sanken die Preise für Erdöl und Erdgas. Doch der Schein trügt: Der Blick auf die Vormonate zeigt einen deutlichen Preisanstieg bei Rohöl und Gas.
Historische Parallelen
Die aktuellen Entwicklungen erinnern laut Statistischem Bundesamt stark an die Ölkrisen der 1970er und 1980er Jahre sowie die Finanzkrise 2008/2009. Damals drosselten Ölförderländer die Produktion oder Kriege im Nahen Osten wie die erste Ölkrise 1973/74 oder die zweite 1979/80 und der Golfkrieg 1980 trieben die Preise in die Höhe. Auch die Finanzmarktkrise 2008 hatte spürbare Auswirkungen auf die Energiepreise.
Corona-Effekt und Ukraine-Krieg
Die Corona-Pandemie sorgte zunächst für fallende Energiepreise, gefolgt von einem starken Anstieg ab Mitte 2020. Der Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 markierte dann den entscheidenden Wendepunkt mit extremen Preissprüngen, insbesondere bei Erdgas, das im März 2022 das Dreifache des Vorjahrespreises kostete.


