Traditionelles Modell auf dem Rückzug

Ehe für alle? Deutliche Mehrheit der Paare ist heute doppelt berufstätig

Ehe für alle? Deutliche Mehrheit der Paare ist heute doppelt berufstätig

Paare gehen gemeinsam spazieren (Archivfoto), via dts Nachrichtenagentur

Das klassische Rollenbild, bei dem ein Partner Hauptverdiener ist und der andere sich um Haushalt und Familie kümmert, verliert weiter an Bedeutung. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen: Immer mehr Paare setzen auf eine gemeinsame Erwerbstätigkeit, auch wenn es nur Teilzeit ist. Dies hat weitreichende Folgen für die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt.

Neues vom Paar-Dasein

Deutschland hat sich verändert. Das Modell des „Hauptverdieners“ und dessen „Teilzeit-Partner“ ist nicht mehr der Normalfall. Im Jahr 2025 waren von den rund 14 Millionen Paaren im Alter zwischen 15 und 64 Jahren nur noch knapp jedes vierte Paar (25,2 Prozent) in dieser Konstellation.

Die Daten des Statistischen Bundesamtes, basierend auf den ersten Ergebnissen des Mikrozensus 2025, zeichnen ein klares Bild: Eine deutliche Mehrheit von 68,8 Prozent der Paare setzt auf eine doppelte Erwerbstätigkeit, bei der beide Partner mehr als geringfügig beschäftigt sind. Ganz anders als noch vor zehn Jahren.

Früher war alles anders

Im Jahr 2015 war die Situation noch eine andere. Damals lebte über ein Drittel der Paare (32,5 Prozent) – und das bei knapp 14,4 Millionen Paaren im erwerbsfähigen Alter – nach dem traditionellen Modell. Heute sind es signifikant weniger.

Was steckt dahinter? Vor allem der Wandel hin zu Teilzeitarbeit. Viele Menschen, die früher nur geringfügig beschäftigt waren, haben den Sprung zu einer darüber hinausgehenden Erwerbstätigkeit geschafft. Selbst wenn es nur Teilzeit ist, verändert dies die Dynamik im Paar und im Haushalt.

Nur noch 6,0 Prozent der Paare sind im Jahr 2025 komplett ohne eigene Erwerbseinkünfte oder mit geringfügiger Beschäftigung der beiden Partner. Im Jahr 2015 lag dieser Wert noch bei 7,7 Prozent.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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