Hintergründe der Verzögerung
Die Abstimmung zum digitalen Euro im Europaparlament verschiebt sich. Das Handelsblatt berichtet unter Berufung auf gut informierte Kreise, dass die ursprünglich für Mai angesetzten Termine nicht gehalten werden können. Stattdessen peilt der zuständige Ausschuss für Wirtschaft und Währung nun den 23. Juni als neuen Abstimmungstermin an, der 3. Juni gilt ebenfalls als mögliche Option. Eine Abstimmung im Plenum des gesamten Parlaments könnte dann im Juli erfolgen.
Streitpunkte bleiben offen
Mehrere essenzielle Fragen sind offenbar noch ungeklärt. Dazu zählt die schwierige Gratwanderung zwischen der Wahrung der Privatsphäre der Nutzer und dem notwendigen Schutz vor Geldwäsche. Ebenso umstritten ist die Frage, ob der digitale Euro primär über die Europäische Zentralbank (EZB) oder die Geschäftsbanken vertrieben werden soll. Auch die Obergrenze für Guthaben in digitalen Euros sowie die Gebührenhöhe, die Banken von Händlern beim Bezahlen verlangen dürfen, sorgen für Debatten unter den Abgeordneten.

