Annäherung auf höchster Ebene
Berlin. Nach über zwei Jahrzehnten haben sich Vertreter der deutschen und ukrainischen Regierung zu gemeinsamen Konsultationen getroffen. Das Ergebnis: Eine Anhebung der bilateralen Beziehungen zur „strategischen Partnerschaft“. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach von einer gewünschten „gemeinsamen Zukunft“ und einer souveränen, demokratischen Ukraine als „kraftvollen Partner in einem freien, sicheren und wohlhabenden Europa“.
Mehr militärische Hilfe zugesagt
Merz kündigte weitere umfassende Unterstützungsleistungen für Kiew an. Konkret sollen die Lieferungen von Mitteln zur Luftverteidigung, weitreichenden Waffen, Drohnen und Artilleriemunition intensiviert werden. Die militärische Erfahrung der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges sei ein wichtiger Faktor, der auch der Sicherheit Europas zugutekomme, betonte der Kanzler.
Digitale Zusammenarbeit und Wiederaufbau
Neben militärischen Aspekten wurden auch mehrere Absichtserklärungen unterzeichnet, die vor allem die digitale Transformation vorantreiben sollen. Ein Austausch von digitalen Gefechtsdaten zur Entwicklung neuer Waffensysteme ist ebenso vorgesehen wie eine engere Zusammenarbeit bei der Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen. Auch eine neue Vereinbarung zum industriellen Wiederaufbau der Ukraine wurde getroffen. Die Kooperation soll zudem in den Bereichen Landwirtschaft, Wasserstoff-Infrastruktur und kritische Rohstoffe intensiviert werden.

