Kurswechsel in Genf
Die Botschaft aus Genf ist klar: Berlin und Paris setzen auf eine gemeinsame Strategie, um die heimische Pharmaindustrie wettbewerbsfähig zu halten. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) betonte am Rande der Weltgesundheitsversammlung die Notwendigkeit, Europas Rolle bei der Entwicklung und Herstellung von Medikamenten auszubauen. Die Erklärung soll laut Bundesgesundheitsministerium den Standort Deutschland langfristig sichern und den Zugang zu innovativen Therapien gewährleisten.
Mehr Innovation, schneller am Markt
Konkrete Hebel sollen klinische Studien beschleunigen und europäische Nutzenbewertungen für neue Medikamente verbindlicher machen. Auch Anreize für eine Produktion innerhalb der EU und ein besserer Schutz geistigen Eigentums stehen auf der Agenda. Deutschland und Frankreich wollen damit die Attraktivität der Arzneimittellandschaft in Europa erhöhen und sie krisenfester gestalten. Ziel sind strukturelle Reformen auf EU-Ebene, um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen und zu erhalten.

