Schuldenlast wächst spürbar
Deutschland hat im Jahr 2025 einen erheblichen Schuldenzuwachs verzeichnet. Laut Mitteilung der Bundesbank erhöhten sich die Staatsschulden um 144 Milliarden Euro auf nunmehr 2,84 Billionen Euro. Die Bundesbank sprach von einem deutlichen Anstieg.
Besonders stark legte der Bund selbst zu, dessen Schulden inklusive Extrahaushalte um 107 Milliarden Euro anstiegen. Aber auch Länder und Gemeinden mussten sich mehr Geld leihen: Hier betrug das Plus 19 Milliarden Euro bei den Bundesländern und 25 Milliarden Euro bei den Gemeinden. Sogar die Sozialversicherungen verdoppelten ihre Schulden fast auf sieben Milliarden Euro, wobei diese Beträge hauptsächlich auf Krediten des Bundes basieren.
Schuldenquote steigt weiter
Diese Zunahme schlägt sich direkt in der Schuldquote nieder. Sie ist um 1,3 Prozentpunkte auf 63,5 Prozent geklettert. Allein der Schuldenaufbau erhöhte die Quote rechnerisch um 3,3 Prozentpunkte. Nur das nominale BIP-Wachstum dämpfte diesen Effekt leicht und senkte die Quote um 2,0 Prozentpunkte.
Interessant dabei: Der Schuldenanstieg von 144 Milliarden Euro ist höher als das gesamtstaatliche Maastricht-Defizit, das das Statistische Bundesamt mit 119 Milliarden Euro bezifferte. Grund dafür ist, dass ein Teil des aufgenommenen Geldes in Finanzvermögen investiert wurde, was sich nicht als reines Defizit niederschlägt.
Auch EU-Ebene schlägt zu Buche
Neben den nationalen Schulden ist Deutschland auch auf europäischer Ebene an gemeinschaftlichen Darlehen beteiligt. Ein erheblicher Anteil dieser EU-Schulden, geschätzt auf rund 118 Milliarden Euro oder 2,6 Prozent des deutschen BIP, wird der Bundesrepublik zugerechnet. Diese gemeinschaftlichen Verpflichtungen werden im Wesentlichen über den EU-Haushalt bedient, wozu Deutschland mit etwa einem Viertel beiträgt.

