Deutsche Beiträge gewürdigt
Wissenschaftsministerin Dorothee Bär (CSU) bezeichnete die erfolgreiche Landung der Artemis II Mission als „Riesenerfolg“. Sie verfolgte die Mission wie viele Menschen gespannt im Livestream. Die Bilder vom Erdaufgang über dem Mond und die alltäglichen Momente an Bord des „Orion“-Raumschiffs würden nachhaltig in Erinnerung bleiben, zeigte sich Bär überzeugt.
Europa an vorderster Front
Besonders hob Bär die deutschen und europäischen Beiträge zur Mission hervor. Mit dem „European Space Service Module“ habe man einen zentralen Teil des Raumschiffs gestellt, maßgeblich mit Hilfe aus Deutschland. Die Endmontage fand in Bremen statt, zudem war ein Satellit eines Berliner Start-ups an Bord. Dies unterstreiche die Stärke der europäischen Zusammenarbeit und Deutschlands Leistungsfähigkeit als Innovations- und Industriestandort.
Mehr als nur von Raketenstarts
Bär widersprach der Ansicht, dass wenige Raketenstarts oder die geringere Satellitenanzahl im Vergleich zu anderen Ländern ein Nachteil seien. „Entscheidend sind nicht nur Zahl von Starts und Landungen, sondern die Leistungsfähigkeit unserer Satellitensysteme“, erklärte sie. Sie verwies auf das europäische Navigationssystem „Galileo“, das präziser sei als GPS, und das Erdbeobachtungsprogramm „Copernicus“ als „Goldstandard“. Satelliten seien unerlässlich für die Souveränität, auch für den „souveränen Zugang zum All“. Deutschland arbeite „mit Hochdruck“ an neuen Trägerraketen, um die Satellitenkapazitäten zu erweitern.
