Weniger Öl aus dem Krisengebiet
Im Jahr 2025 kamen nur noch 6,1 Prozent des nach Deutschland eingeführten Rohöls aus dem Nahen Osten. Insgesamt importierte Deutschland im besagten Jahr 75,7 Millionen Tonnen Rohöl, davon 4,6 Millionen Tonnen aus dem Irak, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Israel.
Ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren: Nur noch vier Staaten dieser Region lieferten 2025 Rohöl in die Bundesrepublik. Oman, Katar, Kuwait oder der Iran spielten keine Rolle mehr.
Norwegen und USA als Hauptlieferanten
Der wichtigste Lieferant für Rohöl in Deutschland ist nach wie vor Norwegen. Knapp 16,6 Prozent der gesamten Einfuhren stammten von dort. Das sind 12,5 Millionen Tonnen. Knapp dahinter folgen die Vereinigten Staaten mit 16,4 Prozent (12,4 Millionen Tonnen). Libyen rangiert mit 13,8 Prozent (10,4 Millionen Tonnen) auf dem dritten Platz.
Saudi-Arabien, einstmals ein bedeutender Lieferant, hat stark an Bedeutung verloren. 2020 kamen noch 2,3 Prozent des importierten Rohöls aus dem Königreich, 2025 waren es nur noch 0,8 Prozent.
Gesamtnachfrage seit 2005 um ein Drittel gefallen
Die deutsche Nachfrage nach Rohöl ist insgesamt rückläufig. 2025 wurden 10,6 Prozent weniger Rohöl eingeführt als 2020. Langfristig betrachtet ist der Rückgang noch gravierender: Seit 2005 ist die Rohöl-Importmenge um fast ein Drittel auf 33,9 Prozent gesunken.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)



