Mehr Waren über See
Der Güterumschlag in den deutschen Seehäfen hat im vergangenen Jahr einen spürbaren Aufschwung erlebt. Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldete einen Anstieg von 3,8 Prozent im Vergleich zu 2024. Insgesamt wurden 284,4 Millionen Tonnen Waren in den Häfen verladen.
Besonders der Güterempfang aus dem Ausland trug zu diesem Wachstum bei. Er legte um 5,3 Prozent auf 171,1 Millionen Tonnen zu. Der Versand ins Ausland stieg moderater um 0,5 Prozent auf 103,7 Millionen Tonnen. Der innerdeutsche Verkehr spielte mit 9,6 Millionen Tonnen trotz eines deutlichen Zuwachses von 15,7 Prozent weiterhin eine untergeordnete Rolle.
Hamburg behauptet sich an der Spitze
Der Hamburger Hafen bleibt auch 2025 der wichtigste Umschlagplatz Deutschlands. Mit einem Ergebnis von 99,8 Millionen Tonnen übertraf er im Vergleich zum Vorjahr das Ergebnis um 2,9 Prozent. Bremerhaven legte mit einem Zuwachs von 10,4 Prozent ebenfalls kräftig zu und folgte auf Platz zwei. Wilhelmshaven und Rostock verzeichneten ebenfalls prozentual starke Zuwächse.
Container dominieren das Bild
Die mit Abstand größte Güterkategorie waren mit 87,9 Millionen Tonnen die nicht identifizierbaren Güter, hierunter fallen überwiegend Containerladungen. Dieser Anteil von 30,9 Prozent unterstreicht die zentrale Bedeutung des Containerverkehrs für den deutschen Seegüterverkehr. Fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas folgten mit einem Anteil von 14,2 Prozent.
Gemischtes Bild bei Energieträgern
Beim Empfang fossiler Energieträger zeichnete sich ein differenziertes Bild ab. Während die Einfuhren von Erdöl um 10,8 Prozent auf 25,4 Millionen Tonnen sanken, stiegen die Importe von Kohle um 2,6 Prozent und jene von Erdgas gar um 49,1 Prozent. Bei Erdgas waren die USA mit einem deutlichen Zuwachs von 51,8 Prozent das wichtigste Lieferland.
USA bleiben wichtigster Handelspartner – trotz Rückgang
Trotz eines Rückgangs von 3,6 Prozent im Güterverkehr zwischen deutschen und US-Seehäfen blieben die Vereinigten Staaten 2025 der wichtigste Handelspartner. Norwegen und Schweden folgten auf den Plätzen zwei und drei. China war wichtigster Handelspartner für den Containerumschlag, obwohl der Verkehr mit den USA hier zurückging.
Containerverkehr mit EU wächst stark
Der Containerumschlag insgesamt stieg im Jahr 2025 um 12,4 Prozent auf 15,0 Millionen TEU. Besonders positiv entwickelte sich der Containerverkehr mit Nicht-EU-Staaten. China war mit 3,0 Millionen TEU erneut der größte Handelspartner, der US-Verkehr ging jedoch zurück. Der Containerverkehr mit den EU-Partnern wuchs mit 13,1 Prozent stark und machte mehr als ein Viertel des gesamten Containerumschlags aus.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)

