Anleger weiter nervös

Dax verliert am Freitag an der Frankfurter Börse

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex Dax hat zum Wochenausklang nachgegeben. Ein Minus von 0,8 Prozent zum Vortagesschluss auf 23.092 Punkte kennzeichnete den Handel, der von anhaltender Unsicherheit geprägt war. Die nervöse Marktstimmung beeinflusst laut Experten weiterhin die Entwicklung.

Der Dax beendete den Xetra-Handel am Freitag mit 23.092 Punkten und verzeichnete damit ein Minus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vortag. Trotz eines schwachen Starts konnte der Index die Marke von 23.000 Punkten halten, blieb aber unter deutlichen Schwankungen im negativen Bereich.

Marktanalystin sieht angeschlagenen Index

Christine Romar, Head of Europe von CMC Markets, kommentierte die Lage: „Auch wenn die 23.000er Marke im Dax heute vorerst gehalten hat, bleibt der Index aus technischer Sicht deutlich angeschlagen.“ Sie führte weiter aus, dass die anhaltende Nervosität und Schwankungsbreite an der Wall Street es dem Markt schwer machen könnten, eine nachhaltige Erholung über die 200-Tage-Linie zu starten. „Der Schock über den Turnaround bei den US-Technologieaktien an Tag 1 nach den beeindruckenden Nvidia-Zahlen sitzt tief und dürfte die Investoren weltweit noch eine Weile beschäftigen“, so Romar.

Hausgemachte Korrektur statt externer Schocks

Die aktuelle Korrektur unterscheide sich von früheren Rücksetzern, die oft durch externe Faktoren wie US-Präsident Trumps Zolltiraden ausgelöst wurden. Romar erklärte: „Der Automatismus der vergangenen Monate, wenn nicht sogar Jahre, dass auf Kursstürze nach schlechten Nachrichten schnelle Erholungen und neue Allzeithochs folgen, könnte vorerst außer Kraft gesetzt sein.“ Diesmal sei der Anlass der Korrektur „hausgemacht“, da die Kurse aus Angst vor zu hohen Bewertungen und wegen zu langer Anstiege fielen, ohne externe Einflussfaktoren.

Rheinmetall und Siemens Energy am Tabellenende

Die Aktien von Deutscher Börse und Symrise führten bis kurz vor Handelsschluss die Kursliste an. Am unteren Ende der Tabelle fanden sich die Aktien von Rheinmetall und Siemens Energy wieder.

Rohstoffpreise geben nach

Im Bereich der Rohstoffpreise gab es ebenfalls Bewegungen. Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Dezember kostete 30 Euro, was einem Rückgang von drei Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Dies könnte, bei dauerhaftem Niveau, einen Verbraucherpreis von etwa sieben bis neun Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern bedeuten. Der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent sank ebenfalls deutlich. Am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit lag der Preis bei 62,16 US-Dollar pro Fass, 122 Cent oder 1,9 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Euro schwächer gegenüber US-Dollar

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagnachmittag schwächer. Ein Euro wurde mit 1,1496 US-Dollar gehandelt, während ein Dollar für 0,8699 Euro zu haben war.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)