Leichter Aufschwung trotz düsterer Konjunkturprognose

DAX trotzt ZEW-Dämpfer – Anleger lassen sich nicht beirren

Die Frankfurter Börse zeigt sich trotz schlechter Wirtschaftsprognosen weiter im Aufwind, Symbolbild.

Der Deutsche Aktienindex (DAX) hat am Dienstagmittag trotz schwacher Konjunkturerwartungen seinen freundlichen Handelstag fortgesetzt. Zwar zeigt die Stimmung der Finanzanalysten deutliche Risse, doch die Börse reagiert gelassen. Der Euro gab nach, während der Ölpreis leicht nachgab.

Leichte Zugewinne an der Börse

Der deutsche Leitindex DAX notierte gegen 12:30 Uhr bei rund 24.555 Punkten und konnte damit ein leichtes Plus von 0,6 Prozent verbuchen. Marktteilnehmer schienen die negativen Nachrichten aus dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) weitgehend auszublenden.

Angeführt wurde die Kursliste von Schwergewichten wie RWE, Merck und Allianz. Am Ende des Tabelle fand sich dagegen die Aktie von Beiersdorf, MTU und Airbus wieder.

ZEW-Index fällt deutlich

Die schlechte Nachricht kommt vom Mannheimer ZEW: Die Konjunkturerwartungen für die mittlere Frist sind erneut eingebrochen. Laut Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, kam die deutliche Ausprägung des Rückgangs überraschend, obwohl ein erneuter Verfall erwartet worden war.

Gitzel relativiert jedoch: Deutliche Einbrüche der ZEW-Konjunkturerwartungen seien nach größeren Schocks keine Seltenheit. Ähnlich war es bereits im April des Vorjahres nach der Bekanntgabe amerikanischer Zölle geschehen, bevor sich die Lage dann wieder deutlich erholte.

Dennoch: Die Ereignisse im Persischen Golf und der damit verbundene Anstieg der Ölpreise werden deutsche Wirtschaft nicht spurlos überstehen, so Gitzel. Höhere Energiekosten belasten private Haushalte und damit den Konsum. Auch die Industrie leidet unter direkten und indirekten Effekten. Die endgültige Stärke der erwarteten Wachstumsdämpfung stehe und falle mit der Dauer der hohen Ölpreise.

Euro schwächer, Ölpreis gibt nach

Am Mittag gab auch die europäische Gemeinschaftswährung nach. Ein Euro war 1,1759 US-Dollar wert. Umgekehrt kostete ein Dollar 0,8504 Euro.

Der Ölpreis hingegen zeigte sich am Dienstagnachmittag leicht abwärtsgerichtet. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich am Mittag mit 94,75 US-Dollar um 73 Cent weniger als zum Handelsschluss des Vortages, was einem Minus von 0,8 Prozent entspricht.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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