Bärenmarkt am Mittag
Der DAX setzte seine Talfahrt am Freitag fort. Nach einem bereits schwachen Handelsstart rutschte der Leitindex gegen 12:30 Uhr auf etwa 24.065 Zähler ab – ein Minus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss.
Den größten Rückgang verzeichneten Aktien von Heidelberg Materials, Infineon und Siemens Energy. Nur wenige Titel wie SAP, Münchener Rück und Rheinmetall konnten sich dem negativen Trend entziehen.
China-Erwartungen unerfüllt
„Die Blicke der Börsenwelt sind auch heute nach China gerichtet“, erklärte Thomas Altmann von QC Partners. „Die ganz großen positiven Meldungen sind bislang allerdings ausgeblieben. Auch beim Handel bleiben einige Deals hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück.“
Iran-Sorge drückt auf Stimmung
Besonders die Lage im Iran belastet die Märkte. „Insbesondere beim Iran-Thema scheint es keine nennenswerten Fortschritte zu geben. Während Trump hier zwar von chinesischer Unterstützung spricht, gibt es aus China keine entsprechende Bestätigung“, so Altmann weiter.
Die Börsen reagieren laut Altmann typisch auf ausbleibende Fortschritte in der Konfliktregion: „Aktienkurse fallen, Zinsen und der Ölpreis steigen. Solange es hier keinen dauerhaft tragfähigen Frieden gibt, werden die Schwankungen in allen Assetklassen hoch bleiben. Und solange wird die Risikoneigung der Investoren am Zustand der Straße von Hormus ablesbar sein.“
Devisen und Rohstoffe im Blick
Die europäische Gemeinschaftswährung gab am Freitagnachmittag nach und kostete 1,1637 US-Dollar. Der Goldpreis verlor spürbar und fiel bis zum Nachmittag auf 4.554 US-Dollar pro Feinunze. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent hingegen stieg dagegen deutlich und lag gegen 12 Uhr bei 108,80 US-Dollar pro Fass.

