Nahost-Konflikt und Energiepreise belasten

Dax rutscht ab: Wochenend-Optimismus verfliegt

Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Nach einem leichten Wochenend-Hoch hat der deutsche Aktienmarkt zum Start der neuen Handelswoche spürbare Verluste verzeichnet. Die Unsicherheit in Nahost und die steigenden Ölpreise überschatten die Börsenstimmung. Analysten sehen weiterhin Verunsicherung und warnen vor steigender Inflation.

Verluste zum Wochenstart

Der deutsche Leitindex Dax hat am Montag deutliche Verluste eingefahren. Zum Handelsende an der Xetra-Börse notierte der DAX bei 24.417 Punkten, ein Minus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vortag.

Geopolitische Eiszeit

Die diplomatischen Bemühungen im Nahen Osten scheinen ins Stocken zu geraten. Die Kaperung eines iranischen Schiffes durch die USA hat die Spannungen verschärft und zu einer Aussetzung der Verhandlungen mit dem Iran geführt. Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets sieht darin einen Dämpfer für die Anlegerstimmung. „Mit jedem weiteren Abbruch der Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien schwindet die Motivation für neue Ansätze und mit ihr auch die Motivation der Anleger für Aktienkäufe“, erklärt Lipkow. Die Waffenruhe sei faktisch nur auf dem Papier vorhanden, und die vielen kleinen Brandherde in der Region seien schwer kontrollierbar.

Energiepreise treiben Inflation

Die weiter unsichere Lage am Ölmarkt hinterlässt deutliche Spuren. Der Preis für ein Fass Nordsee-Brent-Öl stieg am Montagnachmittag auf 95,25 US-Dollar, ein Plus von 5,4 Prozent. „Je länger sich die Ölpreise auf dem hohen Niveau halten, desto größer werden die Auswirkungen auf die Teuerungsrate und das Konsumverhalten“, betont Lipkow. Die steigenden Energiekosten dürften sich in den kommenden Monaten besonders bei den Lebensmittelpreisen bemerkbar machen und über Zweit- und Drittrundeneffekte zu weiterer Inflation führen. Für Anleger brauche es derzeit einen „gehörigen Portion Optimismus“, um den Kauf europäischer Aktien zu rechtfertigen.

Commerzbank legt zu

Die kommenden Wochen versprechen an den Finanzmärkten laut Lipkow volatil zu bleiben. Eine Kombination aus geopolitischen Unsicherheiten und der laufenden Berichtssaison könne für explosive Marktbewegungen sorgen. Eine Ausnahme bildete am Montag die Commerzbank, die von erneut aufgeflammten Übernahmehoffnungen durch die italienische Unicredit profitierte.

Euro stabil, Gold schwächer

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Nachmittag mit 1,1789 US-Dollar etwas stärker. Der Goldpreis verzeichnete hingegen leichte Verluste und wurde für eine Feinunze zu 4.803 US-Dollar gehandelt.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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