Erholungspreis wird zur Ernüchterung

Dax rutscht ab: Iran-Konflikt bremst Anleger aus

Dax rutscht ab: Iran-Konflikt bremst Anleger aus

Der Dax verzeichnet leichte Verluste, Händler beobachten die Kurse.

Der deutsche Leitindex Dax hat am Donnerstag leichte Kursverluste verbucht und im frühen Handel unter den Gewinnen des Vortages gelegen. Die Hoffnung auf eine schnelle Deeskalation im Iran-Konflikt, die den Markt zuletzt angetrieben hatte, weicht nun wachsender Skepsis. Analysten sehen darin den Grund für die aktuelle Marktschwäche.

Börsenstimmung kippt

Der Handelstag begann für den Dax am Donnerstag im Minus. Gegen 9:30 Uhr notierte der Leitindex bei rund 24.140 Punkten, ein knappes Minus von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Gewinnerliste fanden sich am Morgen Unternehmen wie Infineon, MTU und Continental. Am unteren Ende des deutschen Börsenbarometers standen SAP, die Deutsche Bank und die Commerzbank.

Iran-Konflikt trübt Aussichten

Die zuversichtliche Erholung des Dax schien in den vergangenen Tagen von der Erwartung schneller diplomatischer Fortschritte im Iran-Konflikt zu profitieren. Diese Hoffnung schwindet nun zusehends. „Die V-förmige Dax-Erholung hat eine schnelle Einigung im Iran-Konflikt vorweggenommen“, so Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. „Es wird nun immer klarer, dass es diese in dieser Form nicht geben werde.“ Er bescheinigt dem Parkett eine wachsende Ernüchterung: „Auf dem Parkett macht sich Ernüchterung breit. Die Anleger müssen erkennen, dass sie kurzfristig vielleicht zu optimistisch gewesen sind.“

Krisenlage beeinflusst Euro und Öl

Der Stillstand in den Verhandlungen hinterlässt Spuren. „Der Stillstand in den Verhandlungen führt nun auch zu einem Stillstand in der Rally im Dax“, erklärt Stanzl. Auch die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagmorgen schwächer. Ein Euro war für 1,1702 US-Dollar zu haben. Indes stieg der Ölpreis spürbar an. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich gegen 9 Uhr auf 103,40 US-Dollar, ein Zuwachs von 1,4 Prozent binnen eines Tages.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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