Turbulenzen an der Börse
Der Deutsche Aktienindex (DAX) hat am Montagmittag deutliche Verluste eingefahren. Gegen 12:30 Uhr notierte der Leitindex bei rund 24.200 Punkten und lag damit 0,4 Prozent unter dem Schlusskurs vom Donnerstag. Nach einem leicht positiven Start in die neue Handelswoche drehte die Stimmung am Markt ins Negative.
Autobauer unter Druck
Besonders die Aktienkurse der deutschen Autobauer litten unter den zuletzt laut gewordenen Zolldrohungen aus den USA. Die Papiere firmerten am unteren Ende der Kursliste. Ebenfalls unter Verkaufsdruck gerieten die Aktien von RWE und der Deutschen Post. Auf der Gewinnerseite konnten sich hingegen Rheinmetall, Brenntag und Symrise behaupten.
Makrodaten im Fokus
Marktanalysten sehen eine Verschiebung des Fokus von der zuletzt starken US-Berichtssaison hin zu makroökonomischen Daten. Insbesondere der amerikanische Arbeitsmarkt und die Zinspolitik der US-Notenbank, die durch Aussagen mehrerer Fed-Vertreter beeinflusst wird, rücken in den Mittelpunkt. Die Analysten von CMC Markets, Andreas Lipkow, verweist darauf, dass die Auswirkungen höherer Energiepreise und Turbulenzen auf dem internationalen Düngemittelmarkt die reale Wirtschaft belasten.
Geopolitische Risiken und Hauptversammlungen
Die Lage im Nahen Osten bleibt ein wichtiger Faktor für den DAX. Zwar sorgt die beginnende Hauptversammlungssaison für Ausschüttungen an Aktionäre, doch die Reinvestition dieser Gelder in europäische Aktienmärkte ist derzeit ungewiss. In dieser Woche werden wichtige Kennzahlen von europäischen Schwergewichten wie Novo Nordisk, HSBC und Shell erwartet. In den USA steht die Veröffentlichung der Ergebnisse von Palantir mit Informationen zum KI-Sektor auf dem Programm.
Devisen und Rohstoffe im Blick
Die europäische Gemeinschaftswährung präsentierte sich am Montagnachmittag schwächer und handelte bei 1,1696 US-Dollar. Der Goldpreis gab ebenfalls nach und wurde für eine Feinunze zu 4.540 US-Dollar gehandelt, was einem Rückgang von 1,6 Prozent entspricht. Demgegenüber stieg der Ölpreis deutlich an: Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 4,9 Prozent auf 113,50 US-Dollar.

