Leitindex legt zu, Anleger blicken nach Washington und Teheran

DAX klettert zum Handelsstart – Hoffnung auf US-Iran-Gespräche treibt Kurse

Der deutsche Aktienmarkt eröffnet am Dienstag im Plus. Symbolbild.

Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag freundlich in den Handel gestartet. Der Leitindex DAX verzeichnete am Morgen Zugewinne und profitierte von der Hoffnung auf diplomatische Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Analysten sehen darin eine Chance auf eine Entspannung der energiewirtschaftlichen Lage.

Hoffnung auf Dialog

Der DAX hat am Dienstagmorgen mit einem deutlichen Aufschlag den Handel aufgenommen. Gegen 9:30 Uhr notierte der Leitindex bei rund 24.560 Punkten und lag damit 0,6 Prozent im Plus zum Vortagesschluss.

Angeführt wurde die Gewinnerliste von den Aktien des Chemiedistributeurs Brenntag, des Chipkonzerns Infineon und des Softwaregiganten SAP. Am Ende der Kursliste fanden sich dagegen Beiersdorf, Airbus und die Deutsche Telekom.

Diplomatie als Kurstreiber

„An den Börsen überwiegt die Hoffnung, dass eine zweite persönliche Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran stattfinden wird“, erklärte Thomas Altmann von QC Partners. „Die Börsen preisen weiterhin ein Ende des militärischen Konfliktes und eine schrittweise Normalisierung der Energiemärkte ein“.

Sollten diese Gespräche jedoch scheitern oder gar nicht erst zustande kommen, sei das Enttäuschungspotenzial an den Märkten entsprechend groß, mahnt Altmann.

Charttechnik bestätigt Aufwärtstrend

Trotz eines deutlichen Rückschlags am Vortag hält sich der DAX laut Altmann komfortabel oberhalb seiner wichtigen 200-Tage-Linie, die aktuell bei 24.113 Punkten verläuft. „Das ist als positives Zeichen zu werten“, so der Experte. „Das nachhaltige Überschreiten dieser wichtigen Trendlinie scheint tatsächlich neue Käufer in den Markt gelockt zu haben.“

Euro schwächer, Ölpreis stabilisiert

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Dienstagmorgen leicht schwächer. Ein Euro kostete 1,1775 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der Nordsee-Sorte Brent gab leicht nach und lag gegen 9 Uhr deutscher Zeit bei 95,21 US-Dollar.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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