Gewinnmitnahmen drücken nach starkem Lauf – Anleger bleiben skeptisch

DAX klettert über 25.300 Punkte – aber Vorsicht bleibt geboten

Foto: Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Nach einem verhaltenen Start hat der deutsche Leitindex Dax am Donnerstag an Schwung gewonnen und die Marke von 25.300 Punkten überschritten. Eine unerwartete Absatzschwäche bei Heidelberg Materials trübte jedoch die Stimmung. Die Aussichten bleiben angespannt, die Unsicherheit an den Märkten ist spürbar.

DAX mit Auf und Ab

Der Dax hat am Donnerstag eindeutig zugelegt. Zum Handelsschluss am Xetra wurde der Index bei 25.289 Zählern gewertet. Das ist ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortag.

Analyse des Marktes

„Nach einem zähen Start nahm der Dax im Tagesverlauf Fahrt auf und es gelang ihm der Sprung über die 25.300er-Marke“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Doch dann setzten mit der Handelseröffnung an der Wall Street beim KI-Highflyer Nvidia nach erneut starken Zahlen Gewinnmitnahmen ein und zogen den Dax mit nach unten.“

Blick auf das Allzeithoch

Lipkow sieht den Markt an einer entscheidenden Schwelle. „Prallt der Index jetzt erneut oben ab, könnten mehr und mehr Anleger so langsam, aber sicher die Geduld verlieren. Um das Allzeithoch anzulaufen, sollte der Dax diese Barriere also zeitnah aus dem Weg räumen.“ Die Investoren zeigen sich trotz geo- und handelspolitischer Sorgen etwas weniger zurückhaltend. Allerdings warnt Lipkow: „Vorsicht sollte allerdings auch deshalb weiter geboten sein, da sich das Handelsvolumen bereits seit einigen Handelstagen rückläufig entwickelt. Die aktuelle Konsolidierungsphase im Dax steht dadurch auf sehr tönernen Füßen.“

Heidelberg Materials enttäuscht

Am Nachmittag suchten Anleger auf der Höhe der Frankfurter Kursliste vor allem die Papiere von SAP und der Deutschen Börse. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von Heidelberg Materials. Der Baustoffkonzern hatte zwar einen Rekordgewinn ausgewiesen, doch die Dämpfer kamen mit der Prognose. Zudem spielt die Debatte um eine Abschwächung der Klimaregeln mit hinein.

Energiepreise steigen

Der Gaspreis legte im Tagesverlauf zu. Eine Megawattstunde Gas für März kostete 32 Euro, ein Plus von drei Prozent. Dies deutet auf einen Verbraucherpreis von mindestens acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde hin, wenn dieses Niveau anhält. Auch der Ölpreis erlebte einen starken Anstieg: Ein Fass Brent Öl lag am Donnerstagabend bei 72,29 US-Dollar, 2,0 Prozent mehr als am Vortag.

Euro leicht schwächer

Die europäische Gemeinschaftswährung gab am Donnerstagnachmittag nach. Ein Euro kostete 1,1789 US-Dollar.