Naher Osten und Ölpreise belasten Anleger

Dax im Minus: Infineon trotzt Turbulenzen

Die Frankfurter Börse zeigte sich am Donnerstag volatil.

Der deutsche Leitindex Dax hat am Donnerstag nachgelassen und schloss im späten Handel im Minus. Unsicherheit im Nahen Osten und steigende Ölpreise sorgen für Nervosität unter den Anlegern. Während viele Werte unter Druck standen, zeigte sich die Infineon-Aktie gefragt – wie auch Energieunternehmen.

Dax-Index zeigt Schwäche

Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag einen Dämpfer erlitten. Zum Handelsschluss an der Frankfurter Börse verlor der Leitindex Dax 0,2 Prozent und schloss bei 24.155 Punkten. Schon über den Tag hinweg pendelte der Index meist im negativen Bereich.

Geopolitische Sorgen drücken

Experten sehen die unklare Lage im Nahen Osten als Haupttreiber für die Anleger-Nervosität. Die Rückkehr des Ölpreises über die Marke von 100 Dollar pro Barrel sende deutliche Inflationssignale, so Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Dies könne das Konsumverhalten und die generelle Preisentwicklung beeinflussen.

Europa mit unterschiedlichen Signalen

Die jüngsten Einkaufsmanagerindizes aus Europa fielen gemischt aus und spiegelten die bestehende Unsicherheit wider. Besonders die deutschen Ergebnisse blieben hinter den Erwartungen zurück und dürften von den gestiegenen Energiepreisen negativ beeinflusst worden sein.

Die laufende Berichtssaison liefere insgesamt ein durchwachsenes Bild, ergänzte Lipkow. Viele Sonderfaktoren würden die Ergebnisse beeinflussen.

Halbleiter als Hoffnungsträger

In diesem Umfeld avanciert die Halbleiterbranche zu einem positiven Faktor. Die Aktien von Infineon profitierten am Donnerstag von positiven Nachrichten anderer Unternehmen der Branche wie SK Hynix und STMicro. Auch Energieaktien verzeichneten Zuwächse, gestützt durch die steigenden Öl- und Gaspreise.

Infineon vorn, Qiagen und SAP hinten

Infineon-Aktien führten bis kurz vor Handelsschluss die Liste der größten Gewinner im Dax an. Dahinter folgten Siemens Energy und Airbus. Am Ende der Rangliste standen die Papiere von Qiagen und SAP.

Indes stieg der Gaspreis weiter an. Eine Megawattstunde Gas für Mai-Lieferung verteuerte sich um zwei Prozent auf 45 Euro. Der Ölpreis für Brent-Rohöl kletterte ebenfalls um knapp einen Prozent auf 102,90 US-Dollar pro Fass.

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Nachmittag etwas fester und kostete 1,1713 US-Dollar.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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