Blick aufs Wochenende

DAX gibt leicht nach – SAP-Aktie stabilisiert den Handel

Moderne Handelsplattform mit runder Struktur und digitalen Anzeigen.

Symbolbild: Handelsplatz an der Frankfurter Wertpapierbörse (Archivbild)

Der deutsche Leitindex Dax hat zum Wochenauftakt geringfügig nachgegeben und schloss leicht im Minus. Trotz anhaltender Nervosität im Nahen Osten und steigender Ölpreise trugen positive Kursentwicklungen bei Schwergewichten wie SAP dazu bei, dass der Index die Marke von 24.000 Punkten verteidigen konnte. Analysten sehen weiterhin Zurückhaltung bei deutschen Managern.

Leichte Verluste zum Handelsende

Der Dax beendete den Handel am Freitag bei 24.129 Punkten, was einem leichten Minus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortag entspricht. Nach einem schwächeren Vormittag konnte der Index zur Mittagszeit ins Plus drehen, verlor die Gewinne aber im engen Handel wieder.

SAP stützt den Markt

Die Aktien des Softwarekonzerns SAP sorgten mit einem Kursplus von rund fünf Prozent mit dafür, dass der Dax die wichtige Marke von 24.000 Punkten „höchstwahrscheinlich mit ins Wochenende nehmen kann“, sagte Andreas Lipkow, Chefmarktanalyst von CMC Markets, kurz vor Handelsschluss. „Insgesamt bleibt die Nervosität mit der weiterhin undurchsichtigen Lage im Nahen Osten aber hoch“, fügte er hinzu. Investoren scheuten derzeit größere Risiken.

Ölpreis und Inflation als Belastungsfaktoren

Die Marke von 100 US-Dollar für Ölpreise wird als klarer Belastungsfaktor angesehen, da sie die Inflationsfrage verschärft. Auch der schlechte Ifo-Geschäftsklimaindex spiegelt die schwierige Lage der deutschen Wirtschaft wider. „Eine klar erkennbare Zurückhaltung zur Einschätzung der konjunkturellen Lage bei den deutschen Managern prägen die aktuelle Situation, bedingt durch den Iran-Konflikt und die stark gestiegenen Energiepreise“, erklärte Lipkow. Die angespannte Situation bei Energieträgern könnte sich in den kommenden Wochen weiter verschärfen.

Energiepreise steigen weiter

Der Gaspreis für eine Megawattstunde zur Lieferung im Mai stieg um ein Prozent auf 45 Euro. Für Verbraucher bedeutet dies bei konstantem Preisniveau mindestens neun bis elf Cent pro Kilowattstunde, inklusive Nebenkosten und Steuern. Auch der Ölpreis der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 105,90 US-Dollar.

Euro im Aufwind

Der Euro zeigte sich am Freitagnachmittag etwas stärker und wurde für 1,1705 US-Dollar gehandelt.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

Methodik-Hinweis:
insideBW prüft Informationen nach redaktionellen Standards. Wie wir arbeiten? Mehr dazu: Quellen & Methodik .