Markt beobachtet globale Risiken
Der Dax rutschte bis zum Mittag knapp in den negativen Bereich. Gehandelt wurde der Index bei rund 24.310 Punkten und damit 0,1 Prozent unter dem Schlussstand des Vortages. Die höchsten Kursgewinne verbuchten Werte wie BASF, Brenntag und Commerzbank. Am unteren Ende der Skala fanden sich GEA, Hannover Rück und MTU.
Marktexperten wie Andreas Lipkow von CMC Markets sehen die Anleger im Zwiespalt. Einerseits spiele der saisonale Ausverkauf im Mai eine Rolle, andererseits die Lage im Nahen Osten. Hinzu kommen die bevorstehenden Gespräche zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping sowie die künftige Geldpolitik der US-Notenbank unter dem neuen Chef Kevin Warsh.
Branchenrotation trotz Unsicherheit
Besonders in Europa verlagert sich das Interesse laut Lipkow auf defensive Werte. Aktien der Deutschen Börse, Vonovia und Deutschen Post stehen hoch im Kurs. Derweil wird bei Unternehmen wie GEA, Siemens Energy und Rheinmetall Vorsicht geübt. Die anhaltende Unsicherheit im Nahen Osten führe zu einer klassischen Branchenrotation im deutschen Aktienmarkt, die nachhaltige Zuflüsse in den Dax erschwere.
Zum Mittag notierte der Euro etwas fester bei 1,1764 US-Dollar. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent stieg derweil um 2,2 Prozent auf 103,50 US-Dollar pro Fass.

