Nachholpotenzial für deutsche Aktien

DAX erholt sich – Anleger blicken optimistisch nach vorn

Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main, Symbolbild

Der deutsche Leitindex DAX hat am Dienstag einen erfreulichen Zuwachs verzeichnet und markierte zum Handelsschluss 24.400 Punkte. Insbesondere SAP-Aktien profitierten von guten Nachrichten und einem optimistischen Ausblick des Softwarekonzerns. Anleger scheinen die Spannungen im Nahen Osten zunehmend auszublenden und sehen Nachholpotenzial für deutsche Unternehmen.

Leichter Aufwärtstrend an der Börse

Der deutsche Leitindex DAX hat am Dienstag zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.400 Punkten berechnet, ein Plus von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

SAP setzt positive Zeichen

Besonders gefragt waren die Aktien von SAP, die über sieben Prozent zulegten. Der Softwarekonzern hatte zuletzt ein Quartalsergebnis über den Erwartungen sowie einen optimistischen Jahresausblick vorgelegt. Zudem orientieren sich die Anleger seit Neustem von Hardware- stärker zu Softwarewerten.

Naher Osten im Fokus

Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, sieht eine Erleichterung der Anleger in Frankfurt über die Verschiebung eines möglichen US-Angriffs auf den Iran. Dennoch verharren die Rohölpreise auf hohem Niveau, was die Hoffnungen auf eine Entspannung nur bedingt widerspiegelt. Die Situation bleibe fragil.

Entkopplung von der Wall Street

Eine Abkopplung des DAX von den US-Indizes sei in den vergangenen Tagen erkennbar, so Lipkow. Investoren sehen erhebliches Nachholpotenzial der deutschen gegenüber den US-Unternehmen, sollte sich die Lage im Nahen Osten nachhaltig entschärfen. Dies geschehe trotz fortbestehender Belastungsfaktoren wie höherer Energiepreise.

Euphorie trotz Ölpreisen

Die jetzt einsetzende Abkopplung des DAX sei interessant, da sich beim eigentlichen Belastungsfaktor, den höheren Energiepreisen, keine Entwarnung abzeichnet. Das zeige das hohe Maß an Optimismus der Investoren, dass es zeitnah zu einer Rückkehr zur Normalisierung im Rohstoffmarkt kommen wird.

Ölpreis und Euro im Sinkflug

Höhere Ölpreise entfalten jedoch bereits ihre Wirkung auf das Konsumverhalten. Sollten die Preise auf hohem Niveau verharren, dürften auch die nächsten Quartalszahlen der Unternehmen davon beeinflusst werden. Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag schwächer und kostete 1,1600 US-Dollar. Der Goldpreis sank deutlich auf 4.503 US-Dollar je Feinunze. Auch der Ölpreis gab nach und kostete 110,70 US-Dollar je Fass der Nordseesorte Brent.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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