Anleger schwankend zwischen Hoffnung und Sorge

DAX dreht ins Plus – Rheinmetall führt Kursliste an

Foto: Die Frankfurter Börse während der Handelszeiten, via dts Nachrichtenagentur

Nach einem zögerlichen Auftakt hat der deutsche Leitindex DAX bis zum Mittag die Gewinzone erreicht. Anleger blicken weiterhin gespannt auf die Entwicklungen im Nahen Osten und die Auswirkungen auf die Energiepreise. Rheinmetall, Zalando und die Commerzbank verzeichneten die größten Gewinne.

Börse im Spiegel der Weltlage

Der DAX hat am Dienstagmittag die Kurse ins Grüne gedreht. Gegen 12:30 Uhr notierte der Index bei rund 22.725 Punkten, ein Zuwachs von 0,7 Prozent zum Vortag. An der Spitze der Kursliste platzierten sich die Aktien von Rheinmetall, Zalando und der Commerzbank. Deutliche Verluste mussten hingegen BASF, Heidelberg Materials und Fresenius hinnehmen.

„Die Anleger trauen dem Braten im Nahen Osten nicht wirklich“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Er beschreibt eine gemischte Gefühlslage an den Märkten. Einerseits die Angst, eine mögliche Erleichterungsrally zu verpassen, andererseits die Furcht vor einer erneuten Eskalation der Konflikte. Das halte den DAX auf dem aktuellen Kursniveau fest, so Lipkow.

Die Frage, wann und wie stark sich die gestiegenen Energiepreise in der Inflation niederschlagen werden, bleibt zentral. Europaweit größter Chemiekonzern BASF kündigte bereits am Montag Preiserhöhungen an – ein Indikator für die Sensibilität des Sektors für Inflationstrends.

Ob der DAX seine Tiefstkurse dieser Korrekturphase bereits gesehen hat, ist für Lipkow keineswegs sicher. Die militärischen Auseinandersetzungen halten an, die Rohölpreise notieren weiterhin über 100 US-Dollar. Sollte es zu einem Bodentruppeneinsatz der USA im Iran kommen, könnten sich die Karten an der Börse neu mischen, und Europa würde dabei wohl kaum profitieren, so die Einschätzung des Marktanalysten.

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Dienstagmittag mit 1,1465 US-Dollar etwas stärker. Der Preis für ein Barrel Nordsee-Rohöl der Sorte Brent stieg bis gegen 12 Uhr auf 115,20 US-Dollar, ein Plus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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