Prognose für 2026 gesenkt

Bundesregierung dämpft Wachstumshoffnungen

Bundesregierung dämpft Wachstumshoffnungen

Katherina Reiche am 22.04.2026, via dts Nachrichtenagentur

Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich nach unten korrigiert. Geopolitische Krisen und die schwache Exportentwicklung belasten die deutsche Wirtschaft. Haupttreiber sollen nun Binnennachfrage und staatliche Investitionen sein.

Mehr Unsicherheit in der Wirtschaft

Berlin – Die Bundesregierung rechnet für 2026 nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent. Ursprünglich war die Regierung im Jahreswirtschaftsbericht von 1,0 Prozent ausgegangen. Für das kommende Jahr wird aktuell ein Zuwachs von 0,9 Prozent erwartet.

Die Inflationsrate dürfte 2,7 Prozent in diesem und 2,8 Prozent im kommenden Jahr betragen.

Konflikte belasten die Konjunktur

Als Hauptursache für die gedämpften Aussichten nannte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) die externen geopolitischen Schocks. Insbesondere der kriegerische Konflikt im Nahen Osten sorge für Engpässe und steigende Preise bei Energie und Rohstoffen. Dies belaste die privaten Haushalte und erhöhe die Kosten für deutsche Unternehmen.

Auch der internationale Handel leidet unter protektionistischen Maßnahmen und einer zunehmenden Fragmentierung. Die deutsche Exportentwicklung bleibe daher schwach, auch aufgrund einer verminderten Wettbewerbsfähigkeit.

Binnennachfrage als Wachstumsmotor

Die Erholung der deutschen Wirtschaft werde daher primär von der Binnennachfrage getragen. Steigende Realeinkommen sollen den privaten Konsum stützen, auch wenn die Kaufkraftverluste infolge des Energiepreisschocks weiterhin spürbar sind. Staatliche Impulse, insbesondere bei den Bruttoanlageinvestitionen, sowie Ausgaben für Infrastruktur und Verteidigung sollen zusätzlich zur gesamtwirtschaftlichen Belebung beitragen.

Die weitere wirtschaftliche Entwicklung sei eng mit den Entwicklungen im Nahen Osten verknüpft und mit erheblichen Ungewissheiten behaftet. Um diese Unsicherheiten zu verdeutlichen, hat das Ministerium erstmals Szenarien mit Simulationen für verschiedene Energiepreisentwicklungen vorgelegt.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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