Trump-Besuch ohne klare Ergebnisse
Der Dow Jones Index verlor 1,1 Prozent und schloss bei 49.526 Punkten. Auch die Nasdaq-100 und der S&P 500 zeigten deutliche Verluste von 1,5 beziehungsweise 1,2 Prozent. Die Märkte hatten offenbar mehr Fortschritte bei zentralen Handelsstreitigkeiten erwartet.
Obwohl Trump in Peking freundlich empfangen wurde, blieben wesentliche Klärungen aus. Berichten zufolge wurden Strafzölle gar nicht thematisiert. Stattdessen kochte die Taiwan-Frage wieder hoch: China bekräftigte seine Ansprüche auf die Insel, während Trump den geplanten Verkauf von Militärgütern infrage stellte. Dies löste Sorgen in den zinssensiblen Halbleiter-Märkten aus.
Ölpreis steigt, Gold fällt
Die Unsicherheit über die geopolitische Lage spiegelte sich auch im Ölpreis wider. Einfass Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 3,6 Prozent auf 109,50 US-Dollar. Analysten bewerten dies als Indikator dafür, dass die Märkte offenbar keine Annäherung bei der Öffnung der Straße von Hormus erwarten.
Die spürbar anziehende Inflation nährte zudem Ängste vor einer baldigen Zinserhöhung durch die US-Notenbank. Solche Schritte gelten an den Aktienmärkten traditionell als belastend.
Im Gegensatz zum Ölpreis verzeichnete der Goldpreis einen deutlichen Rückgang. Eine Feinunze wurde am Freitagabend für 4.542 US-Dollar gehandelt, ein Minus von 2,3 Prozent.
Euro unter Druck
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagabend ebenfalls schwächer und gab gegenüber dem US-Dollar nach. Ein Euro war für 1,1624 US-Dollar zu haben.


